Es dauerte lang, dieses »gschwinde Bußl«.

Der graue Morgen begann, und durch die im Fluge sich klüftenden Nebel schimmerte ein armseliges Stück des blauen Himmels, als Ettingen vom Jagdhaus herunterkam. Pepperl sah den Glanz in den Augen seines Herrn und dachte: Teufi, Teufi, der muß sich heut an guten Pirschgang derwarten, weil er gar so gottsfreudig dreinschaut! Aber solch ein Wind und Nebel! Da hätte Pepperl schwören können: »Wir kriegen nix!« Auf diese Enttäuschung mußte er seinen Herrn vorbereiten. »Schlecht schaut's aus, Duhrlaucht! Heut hab ich net die richtige Schneid auf d' Jagd!«

»Ich auch nicht!« erwiderte Ettingen lachend.

»Gott sei Dank, weil S' Ihnen nur net z'viel derwarten. Und gelten S', ich hab recht ghabt: heut wird's a Hakerl haben mit der Sonn!«

»Mir wird sie scheinen! Kommen Sie nur.«

Sie schritten gegen den Wald hinunter.

Da wurde im Oberstock des Fremdenhauses ein Fenster geöffnet. »Guten Morgen, Heinz! Und Glück auf den Weg!«

Mit seinen »gottsfreudigen« Augen grüßte Ettingen zu dem Freunde hinauf: »Das war lieb von dir!«

Pepperl schüttelte den Kopf und dachte: Glück hat er ihm auch noch gwunschen! Jetzt können wir einpacken! Daß ein so fermer Jäger wie Graf Sternfeldt sich so schwer gegen den Weidmannsbrauch verfehlen konnte! Glück — was Schlimmeres kann einem Jäger nicht gewunschen werden!