Lächelnd strich er das feuchte Haar von ihrer Stirn zurück. Dann nahm er den Hut des Jägers, tat einen gierigen Trunk und hob sich auf die Knie. »Komm, Lo! Ich muß dich heimbringen, damit du ruhen kannst. Und sieh nur, deine armen Hände! Wir müssen heim.«

»Heim!« Sie nickte ernst, und ein Schatten dämpfte den Glanz ihrer Augen. »Die Mutter! Kann es meine Mutter schon wissen?«

»Daß der Wald brennt? Nein, Lo!« Wohl mußte er fürchten, daß die Nachricht schon hinausgeflogen wäre bis ins Dorf; doch er wollte ihr diese Sorge von der Seele nehmen. »Sie kann es unmöglich wissen, sie wird es hören mit der Nachricht, daß dein Mut dich rettete.«

Lo atmete auf.

»Fühlst du dich stark genug, um gehen zu können?«

»Sage mir: Geh! Und ich kann es.«

»So komm!«


Zweiundzwanzigstes Kapitel