»A Morgen, Duhrlaucht, wie er net schöner sein könnt!«

Martin war hinter dem Fürsten in der Tür erschienen und fragte: »Bis um welche Stunde werden Durchlaucht wieder zurück sein?«

»Das weiß ich nicht. Pepperl, was meinen Sie?«

Pepperl zog diplomatisch die Achseln auf und schmunzelte, wie man bei einem glücklichen Einfall lächelt. »Da wird sich was Gnaus net sagen lassen. Jagd is Jagd. Da kann's gehn, wie's mag. Es kann lang dauern, aber wir können auch in aller Fruh schon daheim sein. Ja, Herr Kammerdiener, rühren S' Ihnen nur net weg von Ihrem Posten, damit S' net am End den Herrn Fürsten verpassen, wann er gahlings heimkommt. So! Und jetzt geben S' mir Ihr Büxl, Duhrlaucht! Da marschieren S' leichter. So! Hab die Ehre, Herr Kammerdiener!«

Auch Martin lächelte, während er geschmeidig den Rücken krümmte. »Weidmanns Heil, Durchlaucht!«

»Weidmanns Dank!«


Fünftes Kapitel

Sie wanderten hinaus in die Nacht, Pepperl mit der gesenkten Laterne voran und hinter ihm der Fürst, etwas unsicher auf dem holprigen Weg, über den die schwankende Laterne ihren trüben, gaukelnden Schimmer warf. Aber es währte nicht lang, und das Auge des Fürsten hatte sich an die Dunkelheit gewöhnt, sein Schritt an den rauhen Pfad.

»Sie können die Laterne löschen«, sagte er, »das Licht stört mich nur. Ich hab es gerne, in der Nacht zu gehen.«