»Ich dank dir, Bürscherl! Und schau, dein Jöpperl hab ich auch schon fertig!«

Lolo hielt dem Buben das Kittelchen hin, und er fuhr mit beiden Fäusten in die Ärmel. »Vergeltsgott tausendmal!«

»Jetzt mach, daß du heimkommst! Drunten brauchen sie dich bei der Arbeit.«

Loisli drehte das mürbe Hütl zwischen den Händen, sah mit glänzenden Augen zu dem Mädchen auf und bettelte: »Krieg ich noch a Blümerl, Fräuln?«

»Ja, Bürscherl, was willst du für eins?«

»A Brunellerl tät ich gern haben. Die Enkern schmecken viel feiner als die anderen von der Alm draußen.«

Lolo pflückte ein paar von den braunen Blütenköpfchen und reichte sie dem Buben. Sein Gesicht strahlte vor Freude, während er die Blumen achtsam hinter die Hutschnur schob. Und mit einem Jauchzer rannte er davon.

Das Mädchen nahm die Gießkanne und begann den Efeu zu besprengen.

»Der Bub hat recht, Fräulein«, sagte Ettingen, »die Blumen gedeihen in Ihrer Pflege, sie sind schöner als die anderen dort oben und draußen im Wald.«

»Gewiß nicht. Sie sehen in der Blüte nur reicher aus, weil sie dichter stehen. Ich tue nicht viel mehr, als daß ich sie wachsen lasse.«