»Nein! Das tu ich nicht!«
Nun schien sie den Grund seiner Weigerung zu verstehen. Leichte Röte überzog ihre Wangen. »Seien Sie doch nicht töricht! Wenn Sie so fortgehen, mit trockenem Gesicht und bei dieser Sonne, dann wird die Sache schlimmer, und Sie haben eine Woche damit zu tun.« Es zuckte leis um ihre Mundwinkel. »Und dann werden Sie noch übler aussehen als jetzt.«
»Ja, Fräulein, Sie haben recht, meine Weigerung war kindisch. Also? Wollen Sie mir assistieren?«
»Natürlich.« Sie setzte sich an seiner Seite auf die Bank und hielt ihm das Spiegelchen.
Er sah ihr lachend in die Augen, dann tauchte er die Watte in die Salbe und begann zu reiben. Da er die Sache ein bißchen eilig nahm, mahnte sie: »Nein, nein, machen Sie es nur genauer! Namentlich auf der Nase!«
»Ja, die sieht auch am schlimmsten aus!«
Als die Kur erledigt war, sprang er auf, warf die benützte Watte über den Zaun und säuberte mit dem Taschentuch die Finger.
Nun lachte sie.
»Na also, sehen Sie, da hab ich nun doch den Spott davon!« sagte er heiter. »Mein Gesicht muß aber auch aussehen wie —« Er fand keinen Vergleich, der ihm drastisch genug erschien.
»Wie ein gebratener Apfel, so schön glänzend! Aber nicht wahr«, fragte sie wieder völlig ernst, »Sie fühlen, daß es besser ist?«