Die Spannung am Tisch erhöhte sich.

Den Zwiebelkopf zwischen die Schultern ziehend, machte Punkl sonderbare Bewegungen mit dem Zeigefinger. „Amal, auf’n Abend zu, is wieder a Fremder in d’ Hütten kommen, a magrer, langer, langer, endslanger Kerl –“

„Jöises“, staunte Philomen, „der is ja so lang, daß er gar nimmer aufhört!“

„Rappenschwarze Haar hat er ghabt und zwei Mordstrumm Augen wie brennheiße Glutbrocken –“

„Net schlecht!“ warf Binl ein. „Dös wär einer für der Punkl ihr Gsundheit gwesen.“

„Und der hat gsagt –“ Punkl fiel ins Hochdeutsche: „Üch habe ain Verlangän.“

Gori schüttelte den Kopf. „Wann er die Alte gsehen hätt, glaub ich kaum, daß er’s gsagt hätt.“

„Üch habe ain Verlangän, hat’rrr gsagt, gäbet mür zu ässen und zu drünken! Und da haben ihm die zwei Sündhaften wieder Wasser mit Steiner geben. Und selber haben s’ die größten Brocken Kaas verschluckt.“

In Monika rührte sich die barmherzige Seele. „Dö müssen schön Magendrucken kriegt haben.“

„Und auf amal –“ Geheimnisvoll ließ Punkl den Zeigefinger kreisen. „Auf amal, da fangt er zum Lachen an, der lange, lange Lange –“ Sie ahmte mit tiefer Stimme ein diabolisches Gelächter nach. Es klang, wie wenn ein Rehbock schreckt. „Und gsagt hat er: