In verwittertem Anzug und dennoch schmuck, umschimmert von der Nachmittagssonne, stand der Huisenblasi zwischen den Stauden. Lächelnd sagte er: „Grüß dich Gott, Sennerin!“

Ein klangloser Laut in der Stille. „Du!“ Das Hütl fiel dem Mädel aus der Hand und kollerte über den Rasen.

Blasi lachte. „Hast dir an andern verhofft?“ Langsam trat er auf Modei zu. „Oder haltst ebba dös für a Wunder: daß a Mannsbild, a gsunds, zu der guttätigen Sennerin kommt – bei der’s kei’ Gfahr net hat – und die sein Schatz is?“

Da wurde sie ruhig, streckte sich und sah ihn mit zornfunkelnden Augen an. „Du mußt dich verschaut haben in der Gegend. Die Monika hat ihren Burschen. Und bei der Punkl wirst ebba doch net ans Fenster mögen?“ Sie wollte gehen.

„Du, wart a bißl!“ Er sprang ihr in den Weg und musterte sie schmunzelnd. „Zu dir komm ich. Die alten Zeiten a bißl auffrischen.“

„Alte Zeiten?“ Das war ein Ton, aus dem der Widerwille klang. „Fahrt dir net ’s Blut ins Gsicht? – Mach, daß d’ weiterkommst! Ich hab an Gang.“ Sie wandte sich gegen den Steig.

„Öha! Langsam!“ rief er und verstellte ihr wieder den Weg.

Hart fragte sie: „Was willst?“

„Ich muß dir doch a guts Wörtl sagen dafür, weil mir am ungfahrlichen Sonntag so an freundschäftlichen Schutzengel gmacht hast! A rassigs Weiberleut bist! Kreiz Teifi noch amal!“ Er lachte. „Wie du den Jager von Fall am Schnürl hast!“

Dunkel schoß ihr die Zornröte in die Stirn. „Mein’ Weg gib frei! Ich sag dir’s zum letztenmal! Mit dir hab ich nix mehr z’ reden.“