„So gredt haben wir halt – vom selbigen Unglück.“
„Unglück?“ Lenzl furchte sinnend die Augenbrauen. „Was für an Unglück?“
„Wie –“ Die Stimme wollte ihr nicht gehorchen. „No ja, wie der Tanzboden einbrochen is!“
„Wart a bißl!“ Er nickte eifrig. „Jetzt kriebelt mir im Hirnkastl ebbes in d’ Höh. Du meinst den Tanzboden, der einbrochen is und a paar Leut derschlagen hat?“
Scheu stammelte Modei: „Den Grubertoni –“
„Jetzt haben wir’s! Ja! Der arme Teufel! Jetzt fallt mir alles wieder ein. Und zwei Madln hat man wegtragen müssen. Net? Auf eine kann ich mich ganz gut bsinnen. So a kleine. Mit lustige Äugerln.“ Er sah ins Leere, ernst, doch ruhig. „Ja, Schwester, so geht’s! Junge, lustige Leut! Und laufen der süßen Freud nach. Und gahlings is d’ Nacht da. Und alls hat an End.“ Mit raschem Griff umklammerte er die Hand des Mädels. „Schwester! Solang er noch schnaufen därf, der Mensch, muß er sich anhalten an der lieben Freud – ’s kunnt allweil die letzte sein.“
Die Heilung des Bruders erkennend, sprang Modei auf und hob unter Weinen und Lachen die Arme. „Vergelts Gott! Jesus! Vergelts Gott! Tausendmal Vergelts Gott!“
„Schwester?“ Verwundert guckte Lenzl an ihr hinauf. „Was hast denn?“ Flink erhob er sich.
Erschüttert und in Freude klammerte sie den Arm um seinen Hals. „Dös mußt ja doch selber spüren –“