„Ah nah, grad a paar Stund bin ich auf die Füß.“

„Dank schön“, fiel Punkl ein, „mit meine Füß geht’s gottlob noch allweil gut!“

„Aber mit’m Ghör“, schrie Friedl, „gelt, da laßt’s a bißl aus!“

„Ah bewahr! Hören tu ich ganz gut, aber halt bloß auf einer Seit. Auf der anderen muß mir ebbes zugwachsen sein!“

„Da bist net amal schlecht dran! Wann man dir zu eim Ohr ebbes einischreit, kann’s zum andern nimmer aussi.“

Modei war hinter der niederen Kammertür verschwunden; nun kam sie mit einer Schüssel voll Milch und reichte sie dem Jäger. „Mußt halt verliebnehmen mit dem, was ich hab!“

Mit bitterem Lächeln hob er das Gesicht zu ihr. „Ich bin keiner von die Ungnügsamen.“ Er sah in ihre Augen und erschrak. „Madl?“ fragte er in Sorge. „A bißl blasselen tust. Was hast denn?“

„Ich? Nix.“ Modei ging zum Herd und nahm die Arbeit wieder auf.

Lachend puffte Punkl den Jäger mit dem Ellbogen an die Schulter. „Wärst bei mir einkehrt, da hättst an Schmarren kriegt. Schwimmen hätt er müssen im Schmalz.“

„Daherinn gefallt’s mir auch bei der magern Milli.“ Friedl zog seinen Blechlöffel aus der Tasche und begann zu essen. „So a Hüttl! So ebbes Liebs und Saubers!“ Lachend sah er auf. „Is schon wahr, in dö alte Hütten bin ich ganz verliebt.“