„Du bist halt eine! Söllene gibt’s net viel.“
„Und wie ich mit’m Kindl gangen bin, und du hast mir fürgredt, was für an Verdruß mit deim Vatern kriegen tätst –“
Er verdrehte die Augen. „Ui jöises! Der raucht kein’ guten.“
„Schau, da hab ich dir auch wieder glaubt. Und hab kein’ Vater angeben und hab gschwiegen bis zur heutigen Stund. Und wie unser Büberl da war, und wie mir gsagt hast, du kannst mir nix geben fürs Kindl, weil dein Vater jeden Kreuzer weiß, den d’ hast –“
„Du, dös is einer! D’ Hosensäck untersucht er mir alle Täg.“
„Da hab ich mich plagt und gschunden und hab verdient für uns alle.“
„Wahr is!“ Er nickte anerkennend. „Da kann man nix sagen. Die Beste bist! Von alle! Und dös wirst derleben, daß ich mich dankbar aufweisen tu – amal.“
„Dank? Für was denn an Dank? Aber schau, was d’ jetzt wieder sagst –“ Nach kurzem Schweigen fragte sie in Qual: „Blasi? Tust denn dein Kindl gar net a bißl mögen?“
„No freilich, Schatzl!“ Er wurde zärtlicher als je. „Aber schau, du hast halt für söllene Sachen den richtigen Verstand net. Wie leicht kunnt ich mich da verraten. Was da für a Suppen aussikäm! Derschlagen tät mich der Vater. Schau, da heißt’s halt abwarten in Geduld, bis unser Zeit kommt. Stad sein! Mäuserlstad! Und allweil a bisserl schlau! Wie schlaucher, so besser.“ Hurtig zog er seine Joppe von der Herdstange herunter. „Drum hab ich mir denkt, du kunntst a bißl mithelfen und kunntst mir ebbes z’lieb tun. Magst?“
„Gern, Blasi!“ sagte sie in Freude. „Fürs Kindl tu ich alles.“