„Gut!“ flüsterte Lenzl, während Friedl Gewehr und Bergstock neben der Tür an die Hüttenwand lehnte. „Modei, geh, komm aussi, es is wer da!“

„Ja“, klang die Stimme der Sennerin aus der Hütte, „der Bürschl hat sein’ Herrn schon bei mir angmeldt.“ Modei trat unter die Tür und reichte dem Jäger die Hand. „Grüß dich Gott! Wie geht’s dir denn?“

Friedl lachte mit heißem Gesicht. „Gut geht’s mir, jetzt schon gar!“

„Bist gestern auf d’ Nacht gut heimkommen?“

„Gwiß auch noch! Wirst dich doch net gsorgt haben um mich?“

„Mein, weil’s gar so finster war, wie d’ fort bist. Aber jetzt mußt mich schon a paar Minuten verentschuldigen, bis ich drin vollends zammgräumt hab. Schau, hast ja derweil Gsellschaft da.“ Modei nickte ihm lächelnd zu und kehrte in die Hütte zurück.

„Laß dich net aufhalten!“ rief ihr Friedl nach. „Z’erst d’ Arbeit und nacher ’s Vergnügen, sagt der Herr Pfarr, wann er von der Kirch ins Wirtshaus geht.“ Er trat zu den andern.

„Soooo!“ sagte eben der Doktermartl nach einer ausgiebigen Prise seines Schnupftabaks. „Jetzt hab ich klare Augen für’n Heimweg.“

„Aber! Martl! Du wirst doch net gehn, grad weil ich komm?“

„Ah na! Mit dir bin ich allweil gern beinand, du Seelenräuber!“ Freundlich betrachtete Martl den Jäger. „Aber es tut schon bald zwielichtln, der Heimweg is weit, und müd bin ich. Der Diskurs mit die vielen Rindviecher hat a geistige Abspannung bei mir veranlaßt. Ja, mein Lieber! ’s Doktern! Dös is an aufreibende Arbet. D’ Viecher mach ich gsund, und ich selber geh drauf dabei. No also, pfüe Gott mitanand!“