Da erwachte die alte Punkl aus ihrer kummervollen Gedankenarbeit. Sie schien einen hoffnungsreichen Einfall zu haben. „Hö! Martl! Wart noch a bißl! Zu dir hab ich a Zutrauen.“

„Mar’ und Joseph!“ In drolligem Entsetzen flüchtete Martl über den Steig hinunter. „Bloß jetzt kein Naturgsetz!“

„Jöises, jöises, so laß dir doch a bißl Zeit. Ich muß dich medazinisch noch ebbes fragen.“ Die Alte zappelte unter hoffnungsfreudigem Grinsen hinter dem Verschwundenen her. Und vom Brunnen rief lustig die Monika herunter: „Du, Viechdokter! Jetzt brauchst an guten Schutzengel. Sonst passiert dir ebbes!“

Verwundert fragte Friedl: „Was hat denn die Alte?“

Lenzl zuckte die Achseln. „Gsund möcht s’ halt sein.“

„Was hat s’ denn für a Krankheit?“

„Die gleiche wie du. Bloß a bißl anders.“

„Geh, du Narr du!“ Der Jäger lachte. „Ich? Und krank? Ah na! Gsund bin ich allweil.“

„Grad von der Gsundheit kommen die ärgsten Leiden.“

„Aber Lenzl! Hat’s dich heut schon wieder?“