„Gar so pressieren tut’s mir net! Wie kommst denn heut noch da auffi?“
„Bloß deintwegen. Weil morgen dein Dienst da heroben aus is, hab ich dir sagen wollen, du sollst heut oder morgen in aller Fruh heim und sollst dich net am End woanders verhalten. Morgen hat der Herr Dokter für uns Jager a kleins Scheibenschießen verarranschiert. Da därfst net fehlen. Eigens hat mich der Herr Dokter auffigschickt. Ich hab dich z’erst in der Jagdhütten suchen wollen, aber die Punkl hat mir gsagt, daß bei der Modei bist.“ Er dämpfte die Stimme zu leisem Geflüster: „Hast von der Sennerin ebbes erfahren können? Ob selbigsmal einer bei ihr in der Hütten gwesen is?“
Friedl schüttelte stumm den Kopf. Dabei fuhr ihm das Blut ins Gesicht.
„Wie schaut’s denn aus im Revier?“
„Net schlecht.“
„Hast den Neunnägel noch amal gspürt?“
Es dauerte eine Weile, ehe Friedl mit kaum hörbarem Laut erwiderte: „Seit vierzehn Täg nimmer.“
„Kann sein, daß er mir übern Weg läuft!“ knirschte der andere zwischen den Zähnen heraus. „Da gnad ihm unser Herrgott!“
„Hies –“ Rasch faßte Friedl den Arm des Kameraden und warf einen Sorgenblick zu Modei hinüber.
„Was?“