„Hieserl, Hieserl“, pfiff es atemlos aus der Steigtiefe herauf, „wo bist denn? Tu doch warten auf mich!“

Mit einer lustigen Grimasse kicherte Hies: „Dö Alte! Mar’ und Joseph! So hab ich meiner Lebtag noch net glacht.“

„Was hast denn mit ihr?“

„Haben? Naaaa Brüderl!“ Hies konnte kaum reden vor Lachen. „Gsund – gsund soll ich s’ machen! Ich! Und als medazinischen Taglohn hat s’ mir a Nachtmahl versprochen – derspringen müßt ich, wann ich alles fraß.“

Schnaufend kletterte Punkl über die Steigstufen herauf. „Da is er, da is er ja, Gott sei Lob und Dank!“ Sie grinste in aller Hoffnungsfreudigkeit ihrer leidenden Jungfernseele. „Komm, Hieserl, komm! Jetzt steigen wir gleich auffi mitanand zu meiner Hütten. Gleich zünd ich ’s Fuierl an. Und aufkochen tu ich für dich – so gut sollst es noch nie net ghabt haben.“

„Pressiert’s denn gar a so?“

Was hast gsagt?“

„Ob heut noch gsund werden mußt? Kannst net warten bis übermorgen?“

Was hast gsagt?“ Das Mißtrauen der Schwerhörigen funkelte in Punkls Augen. „Tust mich ebba für an Narren halten? Bist auch so a falscher Jager?“

„Öha, Alte“, mahnte Friedl, „net auf d’ Jager schimpfen!“