„Geh“, schmollte Modei, „jetzt hab ich mich schon soviel gfreut!“
„Sei gscheid, Madl! Weißt, jetzt hab ich ’s Büberl, jetzt muß ich auch sorgen dafür.“
Mit frohem Lächeln sah Modei zu ihm auf und faßte seine Hand: „Schau, in der Freud hab ich ganz vergessen, daß ich dir a Vergeltsgott sag.“
„Geh, was fallt dir denn ein!“
„Soviel Plag hast dir aufgladen! Den weiten Weg! Und so a Kindl hat a Gwicht!“
Friedl lachte. „Ja, der Arm is mir a paarmal eingschlafen. Wann ich aber denkt hab, wieviel Freud als d’ haben wirst, da hat mir d’ Muschkelatur gleich wieder pariert.“
Ein heißes Leuchten war in ihren Augen. „Friedl – soll’s ausschauen, wie’s mag – ich muß dir a Bußl geben!“ Sie schlang den Arm um seinen Hals und drückte einen herzhaften Kuß auf seinen Mund.
„No also!“ Er preßte sie in Freude an sich. „Gut bist mir eh! Jetzt brauchst bloß noch ja sagen, und wir zwei sind Brautleut!“
„Hörst net auf!“ Lachend entwand sie sich ihm, schob ihn hurtig zur Hüttentür hinaus und sprang zum Herd, auf dem die kochende Milch mit Zischen überlief.
Draußen in der Sonne griff der Jäger mit den Fäusten in die Luft. „Jetzt hab ich mein Glück! Jetzt hab ich’s! Und auslassen tu ich’s nimmer!“