„Mit Pater Hadamar und dem Küchenmeister,“ schmunzelte Frater Severin, „bei Rechberg und Stein!“
„Höret auf, höret auf,“ stöhnte Herr Schluttemann, „ich kann’s nicht hören, es reißt mir die Seel aus dem Leib.“ Dann wieder in grimmige Melancholie versunken, fragte er: „Es ist doch wohl gesorgt für unseren Durst?“
Frater Severin zuckte die Achseln. „Wie es Herr Heinrich anbefohlen. Fünf Tage sollen wir bleiben. Zehn Flaschen sind befohlen. Rechnet aus, wieviel auf einen trifft!“
„Verflucht wenig!“ meinte Herr Schluttemann mit langem Gesicht. „Verflucht wehenig! Frater! Frater! Mir wird die Leber brandig werden. Ich kann das Wasser nicht vertragen. Aber schon gar nicht!“
Frater Severin betrachtete den unglücklichen Vogt mit zwinkernden Augen, dann leckte er die von den Schwarzreitern fett gewordenen Finger ab, trat auf ihn zu und flüsterte ihm ins Ohr: „Habt Ihr den Binkel gesehen, den der Walti getragen hat?“
Frater Severins Miene wurde immer geheimnisvoller. „Und habt Ihr’s nit scheppern hören in dem Binkel?“
Herr Schluttemann legte den Kopf auf die Seite und zeigte das Weiße in den Augen. Ein schüchternes Licht der Hoffnung schien in seiner trostlos finsteren Seele aufzudämmern. „Redet, Frater, was hat gescheppert?“
„Zehn heimliche Flaschen! Rechberg und Stein. Hinter der Hütte liegen sie in kühler Erde vergraben, und wenn Herr Heinrich schlummert, holen wir uns ein Pärchen.“
„Frater Severin, Ihr seid ein Heiliger!“ rief Herr Schluttemann und wollte dem Frater um den Hals fallen.