„Ja, Herr!“

„Aber ich hoffe, es hat dich in dieser Nacht dein Gespenst in Ruhe gelassen?“

„Meint Ihr?“

„Dietwald!“

„Es weilte mit mir unter einem Dach die ganze lange Nacht.“

Herr Heinrich schwieg, den Pater mit forschendem Blick betrachtend. Dann sagte er: „Komm, lege dich schlafen, du bist ermüdet.“

Sie betraten die Herrenhütte; Desertus ging in die Schlafkammer und warf sich auf das Lager, doch seinen Augen war es anzusehen, daß sie den Schlummer nicht finden würden. Herr Heinrich füllte einen Becher mit Wein und goß dazu einige Tropfen aus einer Phiole, die er seinem Arzneikästlein entnommen hatte. „Trink, Dietwald, das wird dir Schlaf bringen!“

Desertus leerte den Becher. Und es währte nicht lang, so lag er mit geschlossenen Lidern, tief atmend, in schwerem Schlummer.

Herr Heinrich wollte ins Freie treten, da sah er Gittli in der Küche schaffen. Ein Gedanke schien ihn zu befallen, er schüttelte wie abwehrend den Kopf, doch immer wieder kehrte sein Blick zu dem Mädchen zurück.

„Gittli!“