Zitternd blickte sie in die leere Stube.

„Ist das ein Narr, ein unguter!“ brummte Frater Severin. „Nit einmal warten kann er, bis man ihm Behüt Gott sagt! Komm, Dirnlein, komm!“

Zögernd, mit gesenktem Kopf, schritt Gittli hinter Herrn Schluttemann und dem Frater einher. Immer wieder blieb sie stehen und blickte nach der Jägerhütte zurück, so daß die beiden immer weiter vorauskamen. Nun führte der Weg in eine Mulde, und die Hütten verschwanden. Da sank sie auf einen Stein und schluchzte in die Hände.

„Jetzt ist er harb auf mich. Und ich hab ihm doch nichts getan.“

Aus dem Tal herauf hörte sie den Frater ihren Namen rufen. Sie trocknete mit dem Ärmel die Augen und fing zu laufen an.

19.

„So, Wolfrat!“ sagte Herr Heinrich, als er, die Armbrust führend, aus der Tür trat. „Wir werden bald fertig sein. Ich hab mich schon zur Heimfahrt gerüstet.“

Wolfrat erhob sich. „Was soll ich schaffen, Herr?“