„Geh in die Küche und hol einen Zuber!“

Der Sudmann eilte sich; das sah wirklich aus nach Arbeit; mit einer hölzernen Wasserkanne kam er zurück.

„Komm!“ sagte Herr Heinrich und ging dem Pfade zu, der in das Steintal führte.

Wolfrat folgte. „Was er nur wollen mag?“ Eine Ahnung drohender Gefahr beschlich ihn. Narretei! Der Jäger hatte für ihn gezeugt, und Herr Heinrich selbst hatte ihn freigegeben. „Vielleicht soll ich ihm Wurzen graben? Oder vielleicht hat er ein Erz gefunden, das er proben will, und ich soll ihm einen Zuber voll heimbringen.“ Beruhigt schritt er weiter. Aber immer länger erschien ihm der Weg, den sie gingen. Und von der Höhe winkte das Kreuz. Wolfrat blieb stehen.

„Herr! Wohin gehen wir?“

„Komm nur!“ sagte Herr Heinrich und schritt weiter. Als er merkte, daß ihm Wolfrat nicht folgte, hielt er inne, wandte das Gesicht und fragte lächelnd: „Oder willst du nicht kommen?“

„Wohl, Herr!“

Langsam wanderten sie auf dem ansteigenden Pfad empor. Jetzt kamen sie zu einem rinnenden Wasser. „Fülle den Zuber!“ befahl der Propst.

Wolfrat tat es. „Was weiter, Herr?“

„Komm nur!“