„Für mein Kind! Weil mir einer gesagt hat, daß die Schweißbluh noch helfen tät.“
Herr Heinrich blickte betroffen auf. Nach einer Weile fragte er: „Wer hat dir das gesagt?“
Wolfrat schüttelte den Kopf und wehrte mit der Hand. Er konnte sich selbst verraten, doch keinen anderen.
Herr Heinrich fragte nicht weiter. „Sag mir nur, hat’s auch geholfen?“
„Das Kind war schon verschienen, wie ich heimgekommen bin.“
„Ja, Wolfrat, alle Sünd ist umsonst! Hat dir das, wie du mit der blutigen Hand vor das Bett getreten bist, der stumme Mund deines Kindes nicht gesagt?“
Wolfrat stand unbeweglich. Mit einem Blick des tiefsten Erbarmens ruhten die Augen des Propstes auf dem Sudmann. Als er sich erhob, sah Wolfrat bang zu ihm auf.
„Herr? Was geschieht mit mir?“ Weil er keine Antwort erhielt, sagte er leis: „Er ist doch lebig, Herr!“
„Ist es dein Verdienst? Du hättest ihn liegen und verbluten lassen, nur daß er nimmer reden möchte.“
Dem Sudmann sank der Kopf auf die Brust. „Was geschieht mit mir?“