Der Propst betrachtete ihn forschend. „So richte dich zur Heimfahrt!“

Haymo trat in die Stube. Herr Heinrich blickte ihm nach. „Seine Wunde heilt. Sein Herz ist siech geworden. Armer Bursch! Ich fürchte, diese Blume ist nicht für dich gewachsen.“

Er hörte Hufschlag: der Knecht mit dem Saumpferd kam. „Ist das Tier müde?“ fragte der Propst.

„Nein, Herr, ich hab’s allweil rasten und grasen lassen.“

„So können wir gleich aufbrechen. Sperr die Tür der Herrenhütte und bring mir mein Griesbeil!“

Haymo kam, wie zum Hegergang gerüstet, das Weidgehenk um die Hüfte, die Armbrust auf dem Rücken.

„Nein, du!“ lächelte Herr Heinrich. „So wirst du nicht reiten: gewaffnet und den Arm in der Schlinge! Die Waffen hindern dich. Gib her, der Knecht soll sie tragen.“ Er nahm dem Jäger die Armbrust und den Fänger ab. „Das Griesbeil laß heroben in der Hütte, das Pferd hat viere für eins. So, und nun steig auf!“

„Herr Heinrich?“ stammelte Haymo. „Ich soll reiten, derweil Ihr zu Fuß gehet?“

„Steig auf, sag ich!“

Haymo fügte sich schweigend und hob sich in den Sattel. Der Knecht nahm die Armbrust und schnallte sich das Gehenk um. „So, jetzt bin ich auch ein Jäger!“ lachte er, stieß das Griesbeil in den Grund und faßte den Zügel des Pferdes. Bellend sprang die flinke Hel voraus. Haymo warf noch einen heißen Blick auf die geschlossene Tür seiner Hütte, dann ließ er den Kopf sinken. Die Heimfahrt begann.