[13] Erzählt nach Angaben von A. v. Portugall, »Friedrich Fröbel«, Teubners Verlag.
[14] Zitiert nach H. Ilgenstein, »Das Blaubuch«. Bd. I. Nr. 37. S. 1429.
[15] Berthold Otto ist bekanntlich Herausgeber des »Hauslehrer«, er hat uns ferner ein Buch geschenkt »Beiträge zur Psychologie des Unterrichtes«, in dem er »Anregungen und Anleitungen zu einem Unterricht ohne Zwang und Strafe« gibt (Leipzig, Scheffer). Daraus gebe ich oben einige Proben. Allerjüngst ist von ihm ein Buch »Vom Königlichen Amt der Eltern« (ebenda 1906) erschienen. Wichtiger aber noch als diese klare Entwicklung seiner Lehre ist ihre praktische Durchführung, die er selbst erprobt hat. An seinen Kindern nämlich, die nie eine Schule besucht haben, von ihm allein von kleinauf unterrichtet und erzogen worden sind – ohne Zwang und Strafe und zur Freude aller derer, die diese Erziehungsprodukte kennen lernen. Das nenne ich einen Erzieher! Ich habe ihn und seine Arbeiten erst kennen gelernt, als ich selbst schon als Erziehungsreformer hervorgetreten war. Wir haben unabhängig voneinander fast den gleichen Weg gefunden.
[16] Mittelschule und Gegenwart, Entwurf einer neuen Organisation auf zeitgemäßer Grundlage »Wien u. Leipzig 1906. Verl. von Karl Fromme.«
[17] Man lese die Schrift ihres Leiters, des Herrn Dr. E. Kapff: »Die Erziehungsschule. Ein Entwurf zu ihrer Verwirklichung auf Grund des Arbeitsprinzips.« Verlag von Julius Hoffmann, Stuttgart.
[18] A. Frank, Der Lehrplan und die Instruktionen usw., Prag 1904. J. G. Calve. S. 139. Verwandte Stimmen findet man gesammelt von Max Nath, »Schülerverbindungen« usw. Teubner, Leipzig 1906. S. 122.
[19] Lehmann-Hohenberg, der in seinem »Rechtshort« 1906 Nr. 13/16 S. 349 diesen Artikel abdruckt, sagt: »Tiefer angelegte Naturen lachen nicht, sondern schreiten zur Abhilfe.« Gewiß, aber zur Abhilfe bedarf es gesammelter Kraft, die erst geworben werden muß. Dazu hilft auch der Simpel. Wenn L.-H. außerdem behauptet, daß die Zeichnungen »oft ganz miserabel sind«, so irrt sich der mir sonst nahestehende wackere Streiter. Die Zeichnungen sind, rein künstlerisch betrachtet, mit das Beste, was in Deutschland zurzeit geleistet wird. Ich empfehle ihm, einmal die Weimarer Künstler um ihr Urteil zu fragen, sie werden ihm dasselbe sagen.