Niederschläge.

Die Niederschlagsmenge im Schwarzwald und seiner Umgebung nimmt wie überall mit dem Ansteigen nach oben bedeutend zu. Sinkt sie im Wind- und Regenschatten der Vogesen und des Hartgebirges in der Rheinebene, z. B. in der Gegend von Colmar und im Kaiserstuhlgebirge, auf rund 500 mm im Jahre herab, so wächst sie unter dem Einfluß der vorherrschenden Südwest- und Westwinde mit der Annäherung an das Gebirge auf 800 und 900 mm und nimmt in der Umgebung der höchsten Gipfel um so rascher zu, je steiler und unmittelbarer sich diese aus der Ebene erheben. So haben wir in der Höhenregion des südlichen Gebirgsteiles 1800 mm und mehr, in der Hornisgrindengegend über 1600 mm jährliche Niederschlagsmenge, im mittleren Schwarzwald aber nur etwas über 1400 mm; an der Ostabdachung, im Gebiete stärkerer und häufigerer Ostwinde, sinkt die Regenmenge wieder rasch auf 700 mm und weniger herab. Von diesem Mittelwerte stellen sich gelegentlich starke Abweichungen ein. So hatte der Feldberg 1892: 2523, 1891 aber nur 1584 mm. Etwa die Hälfte aller Tage des Jahres bringen Niederschlag. Die Hauptmenge desselben fällt in den wärmeren Jahreszeiten, während der Winter als relativ trocken bezeichnet werden kann. Im Zusammenhang mit dem im Winter ziemlich häufigen Hochdruckswetter erklärt sich hieraus auch, daß das schönste Zeichen klarer Luft, die Alpenfernsicht, im Sommer an 13, im Frühling an 22, im Herbst an 28, im Winter endlich an 41% aller Tage erwartet werden darf.

Abb. 25. Männertracht des
neunzehnten Jahrhunderts.

Abb. 26. Alte Frauentracht im
Hohen Schwarzwald.

Abb. 27. Frauentracht im Hohen
Schwarzwald.

Aus der Sammlung Spiegelhalter. Nach Photographien von M. Ferrars in Freiburg. (Zu [Seite 46].)

Regen und Schnee.