Abb. 82. Straßentunnel im Albtal.
Nach einer Photographie von G. Röbcke in Freiburg. (Zu [Seite 101].)
Abb. 83. St. Blasien. Nach einer Photographie von Ph. Bussemer in Baden. (Zu [Seite 100].)
Doch was kümmert die meisten unter den Tausenden von Besuchern die Entstehungsgeschichte dieses Fleckes Erde? Lassen darum auch wir in erster Reihe seine Schönheit auf uns wirken. Und was könnten wir Lieblicheres in uns aufnehmen, als das Bild des strahlenden Sees, aus dessen klarem Spiegel die ihn umrahmenden Berghöhen nochmals unser Auge treffen? Wie wohlig ist es uns zumute, wenn wir hinausrudern in die friedliche Fläche und dann den Kahn ruhig treiben lassen, um ungestört umherblicken zu können in der freundlichen und doch ernsten Gebirgswelt mit ihren stillen Höhen, den dunkeln Wäldern, den saftigen Matten mit ihrem weidenden Vieh, dessen fernes Glockengetön allein die friedliche Ruhe unterbricht. Fehlen auch die schroffen Formen des Hochgebirges, die uns die Umgebung so manches Alpensees als etwas unvergleichbar Herrliches vor das Gedächtnis zaubern, so wird es der Titisee in seiner einfachen Lieblichkeit doch immer unserm Herzen antun, gleichviel ob die glänzenden Lichter der Mittagssonne aus ihm widerstrahlen, ob düstere Wolken über ihn jagen und ihn fast schwarz erscheinen lassen, oder ob die Ruhe der Nacht sich schweigend über ihm ausbreitet. Ein bißchen an Ursprünglichkeit hat er allerdings verloren, seit die Lokomotive mehrmals des Tages an ihm vorbeischnaubt. Wo früher ein kleines, ärmliches Wirtshäuschen stand, sonst aber von Menschenspuren nicht viel zu sehen war, da ist jetzt eine stattliche Siedlung entstanden, und eine starke Kolonie von Kurgästen bevölkert allsommerlich die großen Gasthöfe. Straßen und Fußwege laden zu lohnenden Wanderungen ein, die von hier aus bequem nach allen Richtungen ausgeführt werden können.
Abb. 84. Bauernhaus im Schwarzatal bei Schluchsee.
Nach einer Photographie von Ph. Bussemer in Baden. (Zu [Seite 101].)
Zur Dreisam.