Nun tritt man allmählich aus dem Waldrevier des Grundgebirges und des Buntsandsteines, das weitum den Reichtum der Stadt Villingen ausmacht und vor mehreren Jahren das prachtvoll gelegene Kurhaus Villingen hat entstehen lassen, hinaus auf die Muschelkalkebene der Baar, die wir weiter im Süden schon früher kennen lernten. Umgeben von wogenden Fruchtfeldern liegt hier die alte Stadt Villingen (704 m), die neben Freiburg lange Zeiten hindurch die erste war für ein weites Gebiet. Die schon besprochene alte Hochstraße vom Breisgau durchs Dreisamtal und über den Hohlen Graben ins Bregtal fand einst ihre nordöstliche Fortsetzung hierher und weiter nach Rottweil am Neckar. Sie ist jetzt vereinsamt, weil durch andere abgelöst. Aber Villingen hat sich in seinem zweitürmigen Münster, seinen Toren und anderen Bauten die Spuren seines alten Wertes erhalten und nimmt heute mit rund 11000 Einwohnern als reiche, blühende Stadt am modernen Leben tätigen Anteil. Das Klima ist mit dem der Rheinebene verglichen wohl etwas rauh, aber die tüchtige Bevölkerung ist daran gewöhnt und findet in ihm Kräftigung und Stählung.
Abb. 125. Festgang der Frauen in die Kirche; Bleibach. Nach einer Photographie von M. Ferrars in Freiburg. (Zu [Seite 121].)
Noch eine kurze Bahnstrecke durch das breite, reich angebaute Brigachtal, aus dem mittels einer kurzen Nebenbahn das im Osten nahe gelegene Dürrheim mit Saline und Solbad leicht zu erreichen ist, und wir haben in Donaueschingen (676 m) wieder bekannten Boden betreten.
[2] Als beste empfiehlt sich das Blatt Triberg des badischen topographischen Atlas im Maßstabe 1 : 25000.
XIII. Die Höhenwelt des mittleren Schwarzwaldes.
Der Turner.
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