Abb. 132. Partie bei Griesbach im Wilden Renchtal. Nach einer Photographie von Ph. Bussemer in Baden. (Zu [Seite 128].)
Weiter aufwärts verengt sich das Tal bald; an Lautenbach mit seiner spätgotischen, neuerdings glücklich restaurierten Kirche vorbei gelangen wir nach der einsamen Haltestelle Hubacker, wo ein schöner Weg nach dem in stillem Seitentälchen gelegenen Bade Sulzbach ([Abb. 129]) und weiter nach Allerheiligen abzweigt. Dann gelangen wir nach dem Städtchen Oppenau, dem Endpunkt der Bahn. Eine herrliche Straße führt von hier nach dem freundlich gelegenen Bade Antogast (484 m), eine andere durch das felsenge Lierbachtal nach Allerheiligen, wieder eine andere auf die Höhe des Kniebiskammes, der bei den Schanzen an der Zuflucht erreicht wird; die Talstraße endlich läßt uns am schäumenden Flüßchen entlang Bad Freiersbach und bald darauf das stattliche Dorf Peterstal erreichen ([Abb. 130]), den Hauptpunkt des oberen Renchtales, mit seinen Bädern, Gasthäusern, Kuranlagen und trefflich gepflegten, weit verzweigten Spazierwegen ein behaglicher Ruheplatz (394 m). Die Bevölkerung von Peterstal und seiner weiteren Umgebung hängt noch fest an der alten Tracht des Tales, und es gilt dies hier im Gegensatz zu manchen anderen Schwarzwaldgebieten nicht nur für die Frauen und Mädchen, sondern auch für die Männer ([Abb. 131]). Wie schmuck sieht es aus, wenn bei festlichen Anlässen die Peterstaler Miliz mit ihrer trefflichen Musik, in Tracht gekleidet, ausrückt! — Noch weiter oben im Tal, da wo die Wilde Rench von Norden herabgesprungen kommt ([Abb. 132]), liegt in ernster Talenge Bad Griesbach ([Abb. 133]), wo 1818 Großherzog Karl die Badische Verfassung gab. Auf dem nahen Kreuzkopf steht der „Habererturm“, ein Denkmal für den einst im Tale tätigen und um seine Bäder sehr verdienten Medizinalrat Dr. Haberer. Von allen Orten im Renchtal führen gute und interessante Waldwege auf die Höhen, die später zusammenhängend geschildert werden sollen.
Abb. 133. Bad Griesbach.
Nach einer Photographie von G. Röbcke in Freiburg. (Zu [Seite 128].)
Abb. 134. Das Edelfrauengrab.
Nach einer Photographie von Ph. Bussemer in Baden. (Zu [Seite 128].)
Kapplertal.