Was in der Folge aus den indischen Elefanten Alexanders des Großen geworden ist, wissen wir nicht. Aber jetzt traten auch die größten Nebenbuhler Roms in der Herrschaft über das Mittelmeer, die Karthager, auf, und auch diese kämpften mit Vorliebe mit Elefanten, die sie aber jedenfalls nicht aus Indien bezogen, sondern aus einheimischem Materiale gezähmt hatten. In allen größeren Schlachten, die sie in der Folge den Römern lieferten, traten sie in Aktion und ein Teil derselben machte, wie früher erwähnt, Hannibals berühmten Zug von Spanien nach Norditalien über die Pyrenäen und die Alpen mit; dabei kamen aber alle teils unterwegs, teils in den Schlachten in Oberitalien um. Von einem dieser afrikanischen Kriegselefanten der Karthager teilt uns Plinius folgende Episode mit: „Berühmt ist der Kampf eines Römers gegen einen Elefanten, als Hannibal die römischen Gefangenen gegeneinander zu fechten zwang. Den einzigen, welcher dabei mit dem Leben davonkam, warf er einem Elefanten vor, versprach ihm aber die Freiheit, wenn er siegen würde. Der Römer schlug sich allein auf dem Schauplatz mit dem Elefanten und machte ihn zum großen Ärger der Karthager glücklich nieder. Hannibal ließ nun zwar den Sieger frei, schickte ihm aber Reiter nach, die ihn niederhauen sollten, damit er nicht durch die Erzählung seiner Tat die Elefanten (bei seinen Landsleuten) verächtlich machen könne.“

Von diesen afrikanischen Kriegselefanten der Karthager berichtet uns der römische Geschichtschreiber Livius: „Als Hannibal (im Sommer 218) durch Gallien nach Italien zog, brachte er seine Elefanten folgendermaßen über die Rhone: Er baute eine Fähre von 100 Fuß Länge und 50 Fuß Breite, ließ sie mit Erde bedecken; so gingen die Elefanten, als wären sie auf festem Boden, darauf. Die Fähre wurde dann von Ruderschiffen aufs jenseitige Ufer gezogen. Sowie die Fähre auf dem Wasser zu schwanken begann, wurden die Elefanten unruhig, die meisten drängten sich in der Mitte zusammen, einige wurden aber wild, stürzten sich ins Wasser und warfen dabei ihre Führer ab, gelangten aber doch auch ans jenseitige Ufer.“ — „Hasdrubal, der Bruder des Hannibal, war diesem (im Jahre 207) zu Hilfe über die Alpen gezogen und lieferte den römischen Konsuln Claudius und Livius eine Schlacht. Seine Elefanten brachten anfangs die Römer in Unordnung; als aber der Kampf und Lärm zunahm, verloren sie die Geistesgegenwart, rannten zwischen beiden Heeren hin und her und wurden meist, damit sie ihrer eigenen Armee nicht schaden könnten, von ihren Führern getötet. Diese hatten nämlich einen scharfen Stahlmeißel, den sie dem Tiere, wenn es gefährlich wurde, mit einem Hammerschlag zwischen den Kopf und den vordersten Halswirbel trieben, worauf es augenblicklich niedersank.“ Es war dies in der Schlacht am Metaurus, wo Hasdrubal Sieg und Leben verlor. — „Bei Zama (südwestlich von Karthago, wo Hannibal im Jahre 202 von Scipio, der davon den Ehrenbeinamen Africanus erhielt) besiegt wurde, hatte Hannibal vor seinem Heere 80 Elefanten aufgestellt; so viele hatte er früher in keiner Schlacht gehabt. Als aber die Schlacht begann und die römischen Trompeten und Signalhörner ihnen entgegenschmetterten, wandten sich die Elefanten größtenteils gegen ihr eigenes Heer, und auch die wenigen, welche grimmig unter den Römern zu hausen begannen, wurden endlich zurückgetrieben.“

Erst Mithridates VI., der Große, König von Pontos, der 120 seinem Vater folgte und im Jahre 88 ganz Kleinasien eroberte, wo er alle Römer, 80000 an der Zahl, ermorden ließ, dann in drei langen Kriegen mit zäher Ausdauer gegen das immer mächtiger werdende Rom ankämpfte, um schließlich doch zu unterliegen, hat wieder Elefanten, die er sich aus Indien kommen ließ, gegen die Römer geführt. In der Folge kamen nicht selten diese Tiere, teilweise als Kriegsbeute, nach der Stadt Rom, wo sie zur Belustigung des Volkes im Zirkus auftreten und gegen allerlei Gegner kämpfen mußten. Im Bürgerkriege zwischen Julius Cäsar und seinen Mitbewerbern spielten sie dann ebenfalls eine Rolle. So schreibt Cäsar selbst in seiner Schilderung des Krieges in der Provinz Afrika, dem heutigen Tunis, daß, als er nach Besiegung des Pompejus bei Pharsalos im Jahre 48 den Krieg in Afrika gegen die Pompejaner unter Scipio fortsetzte, dieser bei seinem Heere außer seinen eignen (etwa 60) 30 zweifellos afrikanische Elefanten hatte, die ihm König Juba nebst einer größeren Truppenmacht zur Verfügung gestellt hatte. Jeder dieser Elefanten habe, wenn es zum Kampfe ging, einen Turm getragen. Diese Elefanten seien aber noch nicht eingeübt gewesen; deshalb suchte Scipio sie noch besser einzuüben, indem er sie in Schlachtreihe aufstellen und von seinen eigenen Leuten mit Steinen bombardieren ließ. Nahmen sie daraufhin Reißaus, so standen hinter ihnen ebenfalls Leute, die sie mit noch größeren Steinen traktierten. Er bemerkt, daß dieser Versuch zur Abrichtung keinen großen Wert gehabt habe, indem sie sich in der Schlacht dann doch nicht bewährten. Überhaupt bedürfe der Elefant für den Krieg einer Dressur von vielen Jahren und bleibe auch dann noch seiner Armee gefährlich. Als dann Cäsar merkte, daß sich seine Leute vor den Elefanten fürchteten, ließ er sogleich Elefanten aus Italien kommen, „damit sich die Leute und Pferde an solche große Bestien gewöhnen könnten. Er ließ diesen auch ihre volle Rüstung anlegen, zeigte die Stellen, wo ihnen mit Waffen beizukommen war, und ließ mit Speeren, an deren Spitze ein Ball steckte, nach ihnen werfen. — In der Entscheidungsschlacht bei Thapsus (46 v. Chr.) wurden Scipios Elefanten durch Pfeile und geschleuderte Steine schnell zum Weichen gebracht, stürzten sich auf ihre eigenen Leute, traten sie nieder und flüchteten ins Lager. Bei dieser Gelegenheit zeigte ein Veteran der fünften Legion großartigen Mut. Ein verwundeter Elefant hatte in seiner Wut einen waffenlosen Markedenter angefallen, niedergeworfen, zertreten und machte dabei mit drohend gehobenem Rüssel ein gellendes Geschrei. Der Veteran wollte dem unglückseligen Markedenter zu Hilfe eilen; aber der Elefant ließ von der Leiche ab, packte den neuen Feind mit dem Rüssel und hob ihn hoch in die Luft. Dieser hieb und schnitt aber mit seinem Schwerte so kräftig auf den Rüssel los, daß ihn der Elefant, der den Schmerz nicht ertragen konnte, fallen ließ und die Flucht ergriff. — Die Zahl der Elefanten, die Cäsar bei Thapsus erbeutete, betrug 86.“

In seiner Naturgeschichte berichtet Plinius: „Schon in den Gefechten gegen Pyrrhos brachte man in Erfahrung, daß man den Rüssel der Elefanten leicht abhauen kann. Fenestella erzählt, daß die ersten Elefanten in der Rennbahn zu Rom im Jahre 655 der Stadt (98 v. Chr.), als Claudius Pulcher Ädil war, gekämpft haben; 20 Jahre später, als Lucius und Marcus Lucullus Ädilen waren, kämpften sie gegen Stiere. Während des zweiten Konsulats des Pompejus (55 v. Chr.) kämpften 20 Elefanten zur Einweihung des Venustempels gegen Gätuler (Nomadenvolk in Nordafrika), die mit Wurfspeeren bewaffnet waren. Einer der Elefanten zeichnete sich dabei vorzüglich durch Tapferkeit aus: seine Beine waren durchbohrt, da kroch er auf den Knien gegen die feindlichen Massen, riß ihnen die Schilde weg und warf sie hoch in die Luft. Ein anderer dagegen wurde durch einen einzigen Wurf getötet, indem der Speer durchs Auge ins Gehirn drang. Obgleich der Platz mit eisernen Gittern umgeben war, so versetzten sie doch das Volk in große Angst, indem sie mit Macht durchzubrechen versuchten. Deshalb umgab auch späterhin der Diktator Cäsar, als er ein ähnliches Schauspiel geben wollte, den Platz mit Wassergräben. Die erwähnten Elefanten des Pompejus verloren endlich die Hoffnung, entrinnen zu können, und suchten nun in einer Stellung, die sich nicht begreifen läßt, jammernd und weinend das Mitleid des Volkes zu erregen. Das Volk wurde durch den Ausdruck ihrer Verzweiflung so gerührt, daß alle einmütig sich jammernd erhoben und, ohne darauf zu achten, daß Pompejus ihnen zu Ehren das prachtvolle Schauspiel gegeben hatte, ihn mit Verwünschungen überhäuften, deren Folgen auch bald genug eintraten. (Es ist dies eine Anspielung auf seine Niederlage in Pharsalos am 9. August 48 und seine Ermordung am 29. September desselben Jahres in Ägypten.)

Späterhin ließ der Diktator Cäsar 20 Elefanten gegen 500 Fußgänger kämpfen, und ein anderes Mal ebensoviel, auf denen Türme standen, aus denen zusammen 60 Kämpfer gegen 500 Fußgänger und ebensoviel Reiter fochten. Unter den Kaisern Claudius und Nero mußten die Fechter ihr Meisterstück zeigen, indem sie einzeln gegen Elefanten kämpften. Dieses mutige Tier ist andererseits aber auch sehr gutmütig gegen schwächere und schiebt, z. B. in einer Viehherde, was ihm begegnet, mit dem Rüssel zur Seite, um es nicht unversehens zu zertreten. Schaden tut der Elefant nur, wenn er gereizt wird. In der Wildnis gehen sie herdenweise, nie gern allein. Werden sie von Reitern umringt, so nehmen sie die Schwachen, Matten oder Verwundeten in die Mitte und fechten, als ob es nach bestimmten Kriegsregeln geschähe. Sind sie gefangen, so werden sie durch Gerstensaft leicht gezähmt.

In Indien werden die Elefanten gefangen, indem man auf einem gezähmten ausreitet und von diesem einen einzelnen oder von der Herde weggetriebenen wilden schlagen läßt; ist dieser davon ermattet, so steigt man auf ihn und lenkt ihn ebenso wie den zahmen. In Afrika fängt man sie in Gruben; doch wenn einer hineinfällt, so kommen gleich die andern zu Hilfe, werfen Äste und Erdmassen hinein und suchen ihn, wenn möglich, herauszuziehen. Früherhin fing man sie, um sie als Haustiere zu benutzen, indem man die Herden in eigens dazu bereitete Schluchten ohne Ausgang trieb und sie dort durch Hunger bändigte. Nahmen sie einen hingehaltenen Zweig an, so war das ein Zeichen ihrer Unterwürfigkeit. Jetzt erlegt man sie der Zähne wegen und zielt nach ihren Füßen, weil diese leicht verwundbar sind. Die Troglodyten (Höhlenbewohner), welche neben den Negern wohnen, leben nur von dieser Jagd. Sie besteigen am Wege der Elefanten stehende Bäume, passen dem letzten von der Herde auf, fassen mit der Linken den Schwanz, schlingen die Beine um den linken Schenkel und, indem sie so hängen, zerhauen sie dem Tiere die eine Kniekehle mit einem scharfen Beile, springen herab und zerhauen ihm mit der größten Geschwindigkeit auch noch die andere. Manche bedienen sich eines weniger gefährlichen, aber nicht so gewissen Mittels: In einiger Entfernung halten kraftvolle Jünglinge einen ungeheuren Bogen, andere spannen ihn mit großer Anstrengung an, schießen dann damit ihre Speere auf die vorübergehenden ab und folgen dann der blutigen Spur. Die weiblichen Elefanten sind viel feiger als die männlichen. Manchmal werden sie rasend, und man bändigt sie dann durch Hunger und Prügel, wobei man sie durch andere Elefanten fesseln läßt. In Indien hält man ganze Herden davon, wie bei uns die Kuhherden. Gezähmte Elefanten werden zum Kriege verwendet, tragen mit Soldaten besetzte Türme und entscheiden im Morgenlande meistens die Schlachten. Sie werfen Schlachtreihen nieder und zerstampfen die Bewaffneten. Sind sie verwundet oder in Furcht versetzt, so weichen sie immer zurück und fügen ihrer eigenen Partei oft ebensoviel Schaden zu als dem Feinde. Das geringste Grunzen oder Quieksen eines Schweins kann sie erschrecken. Die afrikanischen Elefanten fürchten sich vor den indischen, letztere sind auch größer.“ Dies mag für die nordafrikanischen richtig sein, nicht aber für die südlich der Sahara lebenden. Tatsächlich war die Elefantenrasse der Mittelmeerländer kleiner als selbst die indischen Elefanten sind, und gab es einst auf den Inseln des Mittelmeers, z. B. auf Malta, eine eigentliche Zwergrasse, von der mehrfach Skelettknochen ausgegraben wurden.

Unzählige falsche und wahre Angaben durcheinander erzählt Plinius in seiner Naturgeschichte über den Elefanten. So sagt er, daß er 200–300 Jahre leben könne, im 60. Jahre aber am kräftigsten sei; daß die Elefanten gern an Flüssen leben, obschon sie nicht schwimmen können; daß sie am liebsten Baumfrüchte, besonders solche von Palmen, aber auch Erde und selbst Steine fräßen. „Sie kauen mit dem Munde, atmen, trinken und riechen aber mit dem Rüssel. Kein Tier scheuen sie so sehr als die Maus, lassen auch das Futter liegen, das von einer solchen berührt wurde. Große Not haben sie, wenn ihnen beim Saufen ein Blutegel in den Rüssel kommt; dieser saugt sich hier fest und bewirkt unerträgliche Schmerzen. Am Rücken ist ihre Haut am härtesten, am Bauche dagegen weich. Sie haben keine Haarbedeckung und können nicht einmal mit dem Schwanze die Fliegen abwehren, von denen sie trotz ihrer gewaltigen Größe geplagt werden. Ihr Geruch zieht die Fliegen an. Ihre Haut hat tiefe Runzeln; die Fliegen setzen sich in die Vertiefungen. Aber plötzlich zieht sich die Haut zusammen und erdrückt die lästigen Gäste. Das Elfenbein hat einen großen Wert und wird besonders für Bildsäulen der Götter gesucht. Auch der Rüssel gewährt Leckermäulern eine angenehme Speise, vielleicht nur deswegen, weil sie sich einbilden, Elfenbein zu schmausen. Polybius berichtet, auf die Aussage des Königs Gulussa gestützt, daß man im äußersten Afrika die Elefantenzähne in Wohnungen als Pfosten benutzt und sie bei Umzäumungen statt der Pfähle einsetzt.“

In Indien seien die größten Elefanten, die mit ungeheuer großen Drachen in Feindschaft leben. Ihr kaltes Blut locke bei der Hitze die Drachen an, die sich im Wasser des Flusses, an welchem der Elefant zur Tränke komme, verbergen und ihm auflauern. Sobald er zu trinken beginne, stürzen sie sich auf ihn, umschlingen seinen Rüssel und beißen ihn ins Ohr, weil dieser Teil allein mit dem Rüssel nicht verteidigt werden kann. Die Drachen sind so groß, daß sie den ganzen Elefanten aussaugen können; dieser stürzt dann, alles Blutes beraubt, zu Boden und erdrückt im Fallen den betrunkenen Feind. „Der Elefant ist das größte und an Klugheit dem Menschen zunächststehende Tier. Er versteht die Landessprache, gehorcht den Befehlen, ist seiner Pflichten eingedenk, sucht sich Liebe und Ruhm zu erwerben, ja, was selbst bei Menschen selten vorkommt, er ist brav, vorsichtig, gerecht und verehrt die Sterne, die Sonne und den Mond. Man erzählt, daß in Mauretanien (Marokko) ganze Herden von Elefanten beim Erscheinen des Neumonds in den Fluß hinabsteigen, sich dort feierlich reinigen, den Mond begrüßen und dann wieder in die Wälder zurückkehren, indem sie die ermatteten Jungen vor sich hertragen. Auch die religiösen Gebräuche der Menschen scheinen sie zu kennen; denn sie besteigen kein Schiff, bis ihnen der Kapitän durch einen Eid die Rückkehr zugesichert hat. Man hat kranke Elefanten gesehen, die sich auf den Rücken legten und Gras gen Himmel warfen, als ob sie ihr Gebet durch die Fürsprache der Erde unterstützen wollten. Sie lernen übrigens ihre Knie vor Königen beugen und Kränze darreichen. In Indien braucht man die Kleinen zum Ackern. In Rom wurden sie zum erstenmal vor den Wagen gespannt, als Pompejus der Große über Afrika triumphierte. Bei den Fechterspielen des Germanicus machten sie einige tölpelhafte Bewegungen, als ob sie tanzten. Sie lernten nun häufig Waffen in die Luft werfen, gleich Fechtern miteinander kämpfen, Tänze ausführen und endlich sogar auf Seilen gehen, wobei oft vier einen fünften in der Sänfte trugen. Auch sah man sie sich in Speisesälen, die voller Gäste waren, zu Tische legen, ohne einen Menschen zu berühren.

Es ist eine ausgemachte Sache, daß ein Elefant, der die Sache nicht recht begreifen konnte und öfters Prügel bekam, des Nachts seine Künste eingeübt hat. Es ist schon bewundernswert, daß die Elefanten aufwärts auf Seilen gehen lernen, aber daß sie auch abwärts gehen, ist noch merkwürdiger. Mutianus, der dreimal Konsul war, erzählt, daß ein solcher sogar griechische Buchstaben gelernt und folgende Worte geschrieben habe: ‚Ich selbst habe dies geschrieben und erbeutete keltische Waffen geweiht‘; auch habe er selbst gesehen, daß diejenigen, welche zu Puteoli ausgeschifft wurden, rückwärts ans Land gingen, um sich über die Länge der Brücke zu täuschen, die vom Lande zum Schiffe führte und der sie nicht recht trauten.

Sie wissen recht gut, daß man ihnen der Stoßzähne wegen nachstellt, daher vergraben sie die, welche durch Zufall oder im Alter ausfallen. (Die Tatsache, daß bisweilen fossile Elefantenstoßzähne im Boden gefunden werden, wird Plinius zu dieser Annahme geführt haben.) Jene Zähne allein geben das Elfenbein; aber soweit sie im Fleische verborgen stecken, sind sie nicht besser als Knochen (d. h. innen hohl und nicht massiv wie vorn). Um ihre Stoßzähne sind sie sehr besorgt; die Spitze des einen schonen sie, um ihn als Waffe benutzen zu können, den andern brauchen sie, um Wurzeln aus dem Boden zu wühlen, Mauern einzustoßen und dergleichen mehr. Werden sie von Jägern umringt, so stellen sie diejenigen in die erste Schlachtreihe, welche die kleinsten Zähne haben, damit man glauben soll, die Beute sei nicht der Mühe wert; ermatten sie im Kampfe, so zerstoßen sie die Zähne an Bäumen und lassen sie gleichsam als Lösegeld zurück.