Auch in Arabien war der Honig von alters her als Genußmittel sehr geschätzt. Im Koran heißt es von den Bienen: „Aus ihren Leibern kommt eine Flüssigkeit, die verschieden an Farbe ist und Arznei für den Menschen enthält.“ Nach der schon vor Muhammed geltenden Anschauung der Araber fließt im Paradiese ein Fluß voll Honig. Muhammed selbst teilte die Vorliebe seiner Landsleute für Süßigkeiten und pflegte gern Honigwasser zu trinken. Frühe wurde dort auch der Honigbau eingeführt, den schon der um 25 n. Chr. verstorbene griechische Geograph Strabon aus Amasia in Pontos als in Arabien sehr ergiebig erwähnt.
In den homerischen Gedichten wird der Honig als beliebtes Genußmittel der Helden erwähnt. Außer der direkten Anführung des Honigs in Ilias und Odyssee werden ziemlich oft Vergleiche mit seiner Flüssigkeit gemacht. So haben die Sirenen eine honigsüße Stimme, und Nestors Rede fließt dahin süßer als Honig usw. Wie von Honig ist bei Homer von Bienen die Rede, doch sind bei ihm stets wilde Bienen gemeint. So heißt es im zweiten Buche der Ilias, daß die Achäer sich sammelten „wie die Bienen aus einer Felsenhöhlung herausfliegen“. Damit ist deutlich erkennbar ein frei in der Wildnis und nicht in einem Bienenstocke unter der Obhut des Menschen stehender Schwarm gemeint. Von zahmen Bienen spricht erst im 8. Jahrhundert v. Chr. der böotische Dichter Hesiod an einer Stelle seiner Theogonie, wo er auch besondere Behälter aus vermutlich ausgehöhlten Baumstämmen als Herberge von Bienenvölkern erwähnt. Den späteren Griechen galt Aristaios, der angeblich die Kultur des Ölbaums aufgebracht haben sollte und den die Nymphen die Bienenpflege gelehrt hatten, als erster, der, um eine regelmäßige Honiggewinnung zu erzielen, die Bienen in Stöcke einschloß, aus denen er dann im Herbste die Honigwaben ausschnitt. Honig war angeblich die erste Nahrung des Göttervaters Zeus gewesen, der dann in seiner kretischen Heimat in einer Höhle des Berges Ida von der Ziege Amalthea gesäugt wurde. Zum Dank für ihre Dienste wurde sie dann als Capella unter die Gestirne versetzt, und eines ihrer Hörner gab Zeus den Töchtern des Melisseus, die Alles, was sie wünschten, darin fanden. Dieses Horn der kretischen Ziege Amalthea ist das Urbild des späteren Füllhorns.
Bei allen Opferhandlungen der Griechen war Honig von großer Bedeutung. Nach Platon opferte man in den ältesten Zeiten den Göttern mit Honig bestrichene Früchte. Platons Schüler Aristoteles, der von 343 v. Chr. an Lehrer Alexanders des Großen war, spricht sehr eingehend über das Leben der Bienen, die unter mehreren Anführern (hégemṓn — er meint damit die Bienenkönigin) leben sollten, die sich niemals aus dem Stocke entfernen als wenn sie ausschwärmen. Dann scheinen sich alle Bienen an sie heranzudrängen. „Will ein Stock schwärmen, so hört man schon einige Tage lang vorher einen eigenen eintönigen Laut (das „Tüten“), und zwei bis drei Tage lang fliegen nur wenige Bienen (mélitta) um den Stock; ob aber unter diesen auch ein Anführer ist, hat man noch nicht gesehen, weil dies nicht leicht zu beobachten ist. Haben sie sich endlich versammelt, so fliegen sie aus und teilen sich in Haufen, die sich an die einzelnen Anführer anschließen. Trifft es sich, daß ein kleiner Haufen neben einen großen zu sitzen kommt, so schließt er sich an diesen an und tötet den Anführer, dem er untreu geworden ist, wenn er ihm folgt.“
Nach Aristoteles sind also die Anführer im Bienenstaate Männchen. Er sagt von ihnen, sie übertreffen die Arbeitsbienen an Größe um die Hälfte, besonders sei ihr Hinterleib doppelt so lang als bei jenen. Daß aber seine Ansicht nicht allgemein geteilt wurde, geht aus dem Zusatze hervor: „Manche nennen aber den Anführer Mutterbiene (mḗtēr) und behaupten, daß, wenn sie nicht im Stocke sei, man zwar Drohnenbrut, aber keine Arbeitsbienenbrut finde. Andere sagen, die Drohnen seien Männchen, die Arbeitsbienen aber Weibchen. Die andern Bienen werden in den Wachszellen erzeugt, die Anführer aber entstehen in Zellen, welche größer sind und unten an den Waben hängen. Die Anführer besitzen zwar einen Stachel, stechen aber nicht, weshalb sie Viele für stachellos halten.“ Die Drohnen nennt er von allen am größten, aber stachellos und faul. Er beschreibt das Leben und Treiben im Bienenstock so genau, daß er unbedingt dasselbe aus eigener Anschauung gekannt haben muß. Er schreibt über die Lebensweise der Bienen: „Bei Trockenheit beschäftigen sich die Bienen mehr mit Einsammeln des Honigs, bei Regenwetter dagegen mehr mit der Brut. Zuerst verfertigen sie die Waben, dann legen sie die Brut in die Zellen, und zwar, wie einige sagen, mit dem Munde, und nun erst tragen sie zur Ernährung im Sommer und Herbste Honig (méli) ein. Der Herbsthonig ist der beste. Das Wachs sammeln sie aus Blumen, das Vorwachs aber tragen sie aus den ausschwitzenden Säften der Bäume zusammen; der Honig hingegen fällt aus der Luft nieder (er meint damit den Honigtau und glaubt, wie der viel später lebende Plinius anführt, daß auch der Nektar der Blüten vom Himmel herab in sie hineingefallen sei), zumal beim Aufgang der Gestirne und beim Regenbogen. Der Honig ist anfangs wie Wasser und einige Tage lang flüssig, nach 20 Tagen aber wird er dick und ist dann auch süßer. Die Biene sammelt von allen Blumen, welche einen Kelch haben, leckt auch an allen andern süßen Dingen, beißt aber keine Früchte an. Wachs und Bienenbrot tragen sie an den Schenkeln, Honig aber speien sie in die Zellen. Auf den Eiern brüten sie wie die Vögel. Die Made liegt, solange sie noch klein ist, schief in der Zelle; späterhin richtet sie sich auf, frißt und hängt mit dem Wachse weiter nicht zusammen, so daß man sie herausnehmen kann. Die Eier der Arbeitsbienen und Drohnen sind weiß, aus ihnen kommen Maden; diese verwandeln sich in Arbeitsbienen und Drohnen. Die Eier der Anführer aber sind rötlich und so zart wie dicker Honig, sie haben sogleich den Umfang des aus ihnen hervorgehenden Tieres und verwandeln sich, wie man sagt, nicht erst in eine Made, sondern gleich in eine Biene. Die Puppe bekommt erst Füße und Flügel, wenn ihre Zelle durch einen Deckel geschlossen ist; sobald sie aber Flügel hat, durchbricht sie den Deckel und steigt heraus. Die Bienen leben sechs, einige auch sieben Jahre; wenn daher ein Stock 9–10 Jahre bestanden hat, so hat er sich gut gehalten. Ihre Nahrung besteht aus Honig und sogenanntem Bienenbrot, welch letzteres aber von geringerem Werte und etwa so süß wie Feigen ist. Den Bau der Waben zur Aufspeicherung der Nahrung beginnen sie an der Decke des Stockes und führen dann deren viele auf bis zum Boden herunter. Sowohl Honig- als Brutzellen haben nach beiden Seiten hin eine Öffnung, weil, wie bei den Doppelbechern, in der Mitte ein gemeinschaftlicher Boden ist. Einige behaupten, daß die Drohnen mit den Arbeitsbienen gemeinschaftlich an den Waben bauen, jedoch keinen Honig eintragen, sondern sich und ihre Jungen von jenen füttern lassen. Meist bleiben die Drohnen im Stocke; wenn sie aber einmal ausfliegen, so erheben sie sich in hellen Haufen gen Himmel, treiben sich im Kreise herum und scheinen sich zu üben. Sind sie fertig, so kehren sie in den Stock zurück und lassen sichs wohl sein. Die Anführer fliegen weder um Futter zu suchen, noch aus andern Gründen; sie tun es nur, wenn der Stock schwärmt. Wenn sich der Schwarm vom Anführer verloren hat, so soll er ihm solange nachspüren, bis er ihn vermittelst des Geruches wieder aufgefunden hat. Kann der Anführer nicht fliegen, so soll er vom Schwarm getragen werden, und kommt er um, so soll auch der ganze Schwarm verloren gehen; und hält er sich auch noch kurze Zeit, so trägt er nur Wachs, aber keinen Honig mehr ein. Das Wachs sammeln die Bienen, indem sie an den Blüten herumkriechen, mit den Vorderbeinen, von da bringen sie es an die mittleren und von diesen wieder an die Hinterbeine. Beladen mit der Beute fliegen sie dann fort und man sieht, daß die Last sie drückt. Bei jedem Ausfluge besucht die Biene niemals verschiedenartige Blüten, sondern fliegt nur z. B. von Veilchen zu Veilchen. Im Stocke entledigen sie sich dann ihrer Bürde und werden dabei jedesmal von 3 oder 4 andern bedient. Was diese ihnen abnehmen, kann man nicht wohl sehen, sowie man auch noch nicht beobachtet hat, wie sie es verarbeiten.“
Weiter sagt Aristoteles: „Unter den Bienen ist eine jede zu einer bestimmten Arbeit angewiesen, so z. B. sammeln die einen von den Blüten Honig, die andern holen Wasser und wieder andere bauen und glätten die Waben. Wasser tragen sie, wenn die Brut gefüttert wird. Ist das Wetter gut, so arbeiten sie rastlos, und selbst die Jungen beginnen, wenn sie Nahrung haben, schon am dritten Tage nach dem Auskriechen die Arbeit. Kräftige Stöcke haben das ganze Jahr Brut mit Ausnahme der 40 auf die Wintersonnenwende folgenden Tage. Sind die Jungen in den Zellen herangewachsen, so setzen ihnen die Bienen nochmals Speise vor und schließen dann die Zelle durch einen Deckel; diesen zerbrechen aber die Jungen und kommen hervor, sobald sie stark genug sind. Alle Tierchen, welche sich in Bienenstöcken erzeugen und das Wachs zerstören, werden von guten Bienen herausgeschafft, von schlechten aber zu allgemeinem Schaden geduldet. Überhaupt sind die Bienen sehr reinlich; tote schaffen sie gleich aus dem Stock. Üble Gerüche und Wohlgerüche sind ihnen zuwider; daher sind Leute, die sich parfümieren, ihren Stichen ausgesetzt. Die Bienen kämpfen öfters gegeneinander, auch gegen Wespen. Auswärts lassen sie sich zwar in keinen Streit irgend welcher Art ein, aber bei ihrem Stocke erstechen sie alles, was sie überwältigen können. Eine Biene, die gestochen hat, muß sterben, weil sie ihren Stachel nicht ohne Verletzung der Eingeweide aus der Wunde zurückziehen kann; drückt aber der Gestochene den Stachel sorgfältig heraus, so kann sie am Leben bleiben. Selbst große Tiere können durch Bienenstiche umkommen; sogar ein Pferd ist schon einmal daran gestorben. Am wenigsten Neigung zum Zorn und zum Stechen haben die Anführer. Den meisten Schaden fügen den Bienen die Wespen, Meisen, Schwalben und Bienenfresser zu. Auch die Frösche lauern ihnen beim Wasser auf, weswegen sie denn auch von den Bienenwärtern (melitturgós) in den Gewässern, in welchen die Bienen trinken, verfolgt werden. Wespen-, Schwalben- und Bienenfressernester zerstört man ebenfalls in der Nähe der Bienenstöcke.“
Wir haben hier auszugsweise Aristoteles Meinung wiedergegeben, ohne Richtigstellung der zahlreichen von ihm vertretenen Irrtümer, indem wir annehmen, daß die Leser von sich aus dieselben korrigieren werden. Uns lag nur daran zu zeigen, wie weit man damals schon in der Erkenntnis des Bienenstaates und seiner Mitglieder gediehen war.
Aristoteles kennt und beschreibt aber auch die verschiedenen Krankheiten der Bienenvölker, die Faulbrütigkeit und die Schädigungen durch die Wachsmotte und den Bienenwolf. Er sagt, daß man beim Schneiden der Honigwaben den Bienen noch welche als Winternahrung übriglassen müsse, sonst stürben sie bei schlechtem Wetter an Futtermangel, bei gutem aber flögen sie davon. Sturm und Regen merkten sie im voraus; die Bienenwärter bemerkten es gleich, daß sie Unwetter erwarten, wenn sie bei heiterem Himmel nicht fliegen wollen und zu Hause bleiben. Wenn sie sich im Stocke klumpenweise zusammenhängen, so sei dies ein Zeichen, daß sie schwärmen wollen. Sobald die Bienenwärter solches bemerken, spritzen sie mit Honig eingekochten Traubensaft in die Stöcke. Manche Bienenwärter bestreuen ihre Bienen mit Mehl, um sie im Freien erkennen zu können. Tritt das Frühjahr spät ein, entsteht Dürre oder fällt Mehltau, so machen die Bienen nur wenig Brut. Er gibt genaue Anweisung über die beste Art der Einrichtung eines Bienenstandes. Ein solcher dürfe weder im Sommer der großen Hitze, noch im Winter der Kälte ausgesetzt sein. Eine vorzügliche Futterpflanze für die Bienen sei der Thymian. Weil der Berg Hymettos in Attika reich an Thymian war, galt der von dorther stammende Honig im ganzen Altertum als besonders fein und gewürzhaft. In Attika soll es schon zur Zeit des Perikles, um die Mitte des 5. vorchristlichen Jahrhunderts, etwa 20000 zahme Bienenvölker gegeben haben, was auf eine reiche Imkertätigkeit der alten Griechen hinweist.
Auch die alten Römer trieben, wohl weitgehend von den Griechen beeinflußt, ausgedehnte Bienenzucht. Der gelehrte Varro (116–27 v. Chr.) schreibt in seinem Buche über den Landbau, er kenne einen Mann, der seinen Bienenstand für eine Abgabe von jährlich 5000 Pfund Honig verpachtet habe. Und ein Verwandter von ihm habe in Spanien zwei Soldaten mit Namen Vejanus in seiner Armee gehabt, die von ihrem Vater nur ein ganz kleines Gütchen geerbt hätten. Diese hätten ihre Wohnung ganz mit Bienenstöcken umgeben und das Feld darum herum mit Thymian, Melisse und anderem Bienenfutter bepflanzt, so daß sie in der Regel jährlich 10000 Sesterzien (= 1500 Mark) aus dem Honig lösten. Er gibt genaue Anweisung, wie ein Bienenstand, der tüchtige Einkünfte gewähren soll, angelegt werden muß und rät als beste Bienenweide Thymian zu pflanzen, der den besten und reichlichsten Honig gebe. Deswegen sei auch der sizilische Honig der berühmteste, weil dort der Thymian gut und häufig sei. Der Honig, der von verschiedenen Pflanzen gesammelt werde, sei verschieden. Von den Blüten der Baumheide sei er flüssiger, vom Rosmarin dicker, vom Feigenbaum komme ein schlecht schmeckender, vom baumförmigen Schneckenklee ein guter, der beste aber vom Thymian. Die Bienenstöcke stelle man meist aus in runder Gestalt geflochtenen Weidenruten, die innen und außen mit Kuhmist verstrichen würden, oder aus Holz oder Rinde her. Manche nehmen dazu hohle Baumstämme oder große Tonkrüge. Am besten seien die aus Baumrinde gefertigten Stöcke, am schlechtesten dagegen die irdenen, da durch sie Hitze und Kälte am stärksten eindringe. Jeder Stock bekomme in seiner Mitte links und rechts einen Eingang für die Bienen und habe oben einen Deckel, damit man die Honigwaben herausnehmen könne. Im Bienenhaus stelle man die Stöcke reihenweise nebeneinander, doch so, daß sie sich nicht gegenseitig berühren. Man könne auch zwei oder drei Reihen übereinander stellen, eine vierte aber würde beschwerlich sein, da man ohne Leiter nicht gut zu ihr hinaufreiche. „Im Frühjahr und Sommer hat der Bienenwärter (mellarius von mel Honig) jeden Stock etwa dreimal monatlich zu untersuchen, wobei er ein wenig Rauch gibt und Unreinigkeiten und Würmchen (Larven des Bienenwolfs und der Wachsmotte) entfernt. Außerdem hat er darauf zu sehen, daß nicht mehrere Könige (regulus, d. h. kleiner König oder Weisel) in einem Stocke sind; denn sonst entsteht darin schädlicher Aufruhr. Manche behaupten, es gäbe dreierlei Könige bei den Bienen, nämlich schwarze, rote und bunte.“ Menekrates aber sagt, es gebe nur zweierlei, schwarze und bunte. (Auch Aristoteles kannte deren nur zwei, eine rötliche Art, die er für besser hielt, und eine dunkelfarbige und bunte.) „Die bunte Art ist jedenfalls die beste, und so tut denn der Bienenwärter gut, den schwarzen König zu töten, wenn er neben einem bunten im Stocke ist und darin Unfug stiftet. Von den Arbeitsbienen sind diejenigen die besten, welche klein, bunt und rund sind. Die Drohnen sind schwarz und haben einen breiten Leib. — Beim Kauf hat der Käufer darauf zu achten, ob die Bienen gesund oder krank sind. Gesunde Bienen schwärmen fleißig, sind glänzend, bauen gleiche, glatte Waben. Die kränklichen sind haarig, struppig, staubig; doch können auch gute Bienen bei angestrengter Arbeit struppig und mager werden.
Da die Bienen nicht zu jeder Zeit auf Nahrung ausfliegen können, füttert man sie in der bösen Zeit, damit sie nicht von bloßem Honig zu leben brauchen oder die Stöcke verlassen. Das Futter besteht aus Feigen, die mit Wasser gekocht und zu Klumpen geknetet sind. Andere verfüttern Honigwasser (aqua mulsa), das sie in kleine Gefäße tun, worin Wolle liegt; diese hindert die Bienen, nicht zuviel zu saugen und ins Wasser zu stürzen. Manche stampfen getrocknete Weinbeeren und Feigen, gießen mit Honig eingekochten Traubensaft darauf und machen daraus Klümpchen. — Will man einen Bienenstock an eine andere Stelle versetzen, so muß es mit Vorsicht und zur rechten Zeit geschehen. Zum Versetzen ist der Frühling günstiger als der Winter, denn in der kalten Jahreszeit verlassen die Bienen gern den neu angewiesenen Standort. Ebenso entweichen sie gern, wenn man sie aus einer reiche Nahrung bietenden Gegend in eine daran arme versetzt. Man darf auch nicht sorglos verfahren, wenn man sie an einer Stelle, wo sie bleiben sollen, aus einem Stock in einen anderen versetzt. Man muß dann den neuen Stock für sie mit Melisse ausreiben, die sie sehr gern haben; auch muß man mit Honig gefüllte Waben darein einsetzen, damit sie nicht von vornherein Mangel leiden müssen.