„1. Den Frühlingshonig, von Blüten gesammelt, deshalb auch Blütenhonig genannt, den man nicht wegnehmen darf, weil sonst die Brut nicht kräftig wird. Manche Bienenwärter nehmen aber gerade von diesem den meisten, weil bald darauf, beim Aufgang der großen Gestirne, großer Überfluß erfolgt. Übrigens sind im Sommer, wenn Thymian und Weinstock zu blühen beginnen, die Zellen am besten gefüllt. Man muß aber beim Schneiden der Stöcke eine gehörige Einteilung treffen; denn wenn man zuviel Honig wegnimmt, so überlassen sich die Bienen der Verzweiflung, sterben oder zerstreuen sich. Dagegen werden sie aber auch durch allzu großen Vorrat faul und fressen dann reinen Honig statt Bienenbrot. Vorsichtige Bienenwärter lassen ihnen daher von dieser Ernte den zwölften Teil. Der Tag, an welchem diese Ernte gehalten wird, ist gleichsam durch ein Naturgesetz bestimmt, und zwar ist es der 30. nach dem Auszuge des Schwarms, also meist im Monat Mai.
„2. Den Sommerhonig, welchen man auch reifen Honig nennt, indem er zur günstigsten Jahreszeit gesammelt wird, etwa 30 Tage nach der Sonnenwende, während der Sirius glänzt. Dieser Honig würde die herrlichste Gabe der Natur sein, wenn nicht der Betrug des Menschen alles verschlechterte und verdürbe; denn was sich beim Aufgang der Gestirne, vorzüglich deren vom obersten Range, oder beim Regenbogen, wenn kein Platzregen folgt, sondern der Tau vom Sonnenstrahl erwärmt wird, bildet, ist kein Honig, sondern ein himmlischer Balsam für die Augen, für Geschwüre und für die Eingeweide. Sammelt man ihn beim Aufgang des Sirius, wenn zufällig der Aufgang der Venus, des Jupiter oder Merkur auf denselben Tag fällt, so ist seine Kraft, Menschen zu heilen und selbst vom Tode zu erretten, nicht geringer als die des göttlichen Nektars. Beim Vollmond ist die Honigernte reichlicher, bei reinem Himmel aber fetter. Vorzüglich gut ist der rötliche, zumal für Krankheiten des Ohres. Der vom Thymian gesammelte ist goldfarbig, von köstlichem Geschmack und sehr geschätzt. Was sich in den Behältern der Blumen bildet, ist fett, was vom Rosmarin kommt, ist dick. Honig, welcher gerinnt, wird nicht gelobt. Honig von Thymian gerinnt nicht; berührt man ihn, so zieht er sehr feine Fäden, und dies ist der beste Beweis seiner Schwere. Trennt er sich leicht, so daß die Tropfen fallen ohne Fäden zu ziehen, so gilt das für einen Beweis von geringem Werte. Man verlangt ferner, daß der Honig wohlriechend, süßlichsauer, klebrig und durchsichtig sei. Bei der Sommerernte soll man nach Cassius Dionysius den Bienen den zehnten Teil lassen, wenn der Stock voll ist; ist er es aber nicht, so soll man nach Verhältnis schneiden. Ist er leer, so soll man ihn gar nicht anrühren. Diese Ernte hält man anfangs Juli ab.
„3. Den wilden Honig, den man auch Heidehonig nennt und wenig schätzt. Die Bienen sammeln ihn nach dem ersten Herbstregen, während im Walde nur die Heide (Baumheide, Erica carnea) blüht, weswegen er auch gleichsam sandig ist. Diesen Honig schneidet man im November, und die Erfahrung lehrt, daß man davon den Bienen zwei Drittel und jedenfalls den Teil der Waben lassen muß, der das Bienenbrot enthält. Vom kürzesten Tage an bis zum Aufgang des großen Bären schlafen die Bienen sechzig Tage lang, ohne Nahrung zu sich zu nehmen; von da an bis zur Frühlingsnachtgleiche wachen sie zwar, da die Luft schon lauer ist, bleiben aber gleichwohl im Stocke und zehren von den vorhandenen Vorräten. In Italien schlafen sie bis zum Aufgang des Siebengestirns.
„Manche Bienenwärter wiegen beim Schneiden die Stöcke und bestimmen dann, wieviel Honig darin bleiben soll. Auch gegen die Bienen muß man billig sein; denn die Stöcke sollen aussterben, sobald man ungerecht gegen sie handelt. Vorzüglich empfiehlt man denen, welche schneiden, sich vorher zu baden und zu reinigen. Vor Dieben haben die Bienen einen eigenen Aberwillen. Während man den Honig herausnimmt (nach dem zu Anfang des 5. Jahrhunderts n. Chr. lebenden Nonnos schützte sich der Bienenwärter dabei mit einem aus feinen Leinenfäden geflochtenen schleierartigen Gewand, das ihn vom Kopf bis zu den Zehen verhüllte), müssen die Bienen durch Rauch vertrieben sein, damit sie nicht wütend werden oder auch selbst sich über den Honig hermachen. Gibt man ihnen öfters Rauch, so werden sie arbeitsamer, durch allzuhäufigen aber leiden sie und der Honig wird dann bei der leisesten Berührung des Taues sauer.“
Über die Gewinnung des Wachses gibt Plinius ausführliche Auskunft und sagt, das beste komme von Karthago. Am schönsten weiß werde es, wenn man es nur einmal kocht. Man brauche es zu unzähligen Dingen und färbe es auf verschiedene Weise; oft benütze man es auch, um Wände und Waffen gegen Nässe zu schützen. Die besten Bienenstöcke mache man aus Baumrinde, und zwar aus Kork der Korkeiche; die aus Ruten geflochtenen seien nicht so gut. Viele ließen sie aus Marienglas herstellen, um die Bienen bei der Arbeit beobachten zu können. Man stelle sie am besten so auf, daß das Flugloch nach der Gegend gerichtet sei, wo die Sonne während der Tag- und Nachtgleiche aufgehe. Im Winter müsse man sie mit Stroh bedecken und oft räuchern, am besten mit Rindermist. Diesen Rauch lieben die Bienen wegen der Verwandtschaft (bezieht sich auf die vermeintliche Entstehung der Bienen aus totem Rindvieh) und er tötet zugleich das Ungeziefer, von dem sie geplagt werden wie Spinnen, Würmer (Larven des Bienenwolfs und der Wachsmotte) und Schmetterlinge (Wachsmotte und Totenkopf), muntert dagegen die Bienen auf. Am schlimmsten sind die Schmetterlinge; man kann sie aber im Frühjahr, zur Zeit, da die Malve reift, nachts bei Neumond bei heiterem Himmel töten, indem man Feuer vor den Bienenstöcken anzündet, in welches sie sich dann hineinstürzen.“
Auch nach Plinius „leben die Bienen, wenn ihnen kein Unglück zustößt, sehr lange, nämlich sieben Jahre. Nie sollen aber Bienenstöcke über 10 Jahre gedauert haben.“ Tatsächlich aber lebt nur die Königin, das fruchtbare Weibchen, 3–5 Jahre, ist aber höchstens 3 Jahre recht fruchtbar. Sie vermag nach den angestellten Versuchen jährlich 50 bis 60000 Eier zu legen, in den letzten Jahren bedeutend weniger. Die unfruchtbaren Weibchen, die Arbeiterinnen, leben im Sommer nur 6–8 Wochen und sterben, von der rastlosen Arbeit verbraucht oder von Bienenfeinden getötet. In der Haupttrachtzeit währt das Leben dieser unermüdlichen Arbeiterinnen nur 6 Wochen. Das konstatierte man durch Einführung der italienischen Bienen in Deutschland. Gibt man nämlich einem deutschen Volke eine befruchtete italienische Königin, so ist nach 6 Wochen bis auf vereinzelte Exemplare jenes völlig verschwunden und durch ein Volk italienischer Bienen ersetzt. Nur die im August und September ausgeschlüpften Arbeitsbienen leben, wenn der Stock normal ist und ihnen nichts zustößt, bis in den April hinein, bis eine neue Brut sie in der Arbeit abzulösen vermag. Ein starkes Volk zählt im Sommer 30–80000 Arbeitsbienen. Die Drohnen genannten Männchen aber, die dicker und länger als die Arbeitsbienen sind und im Gegensatz zu sämtlichen Weibchen stachellos sind und nicht arbeiten, auch von jenen leicht am dröhnenden Tone ihres Fluges erkannt werden können, haben keine andere Aufgabe, als die jungen Königinnen, die beim Schwärmen mit einem Teil des Bienenvolkes ausziehen, um eine neue Kolonie zu gründen, zu befruchten. Sie entstehen im Frühjahr aus unbefruchteten Eiern, während die Weibchen aus befruchteten hervorgehen, im Falle sie Königinnen werden sollen, durch bessere Ernährung ihre Geschlechtsorgane voll ausbilden, im Falle sie aber nur Arbeiterinnen abgeben sollen, trotz der längeren Entwicklungsdauer von 3 Tagen gegenüber den Königinnen, in bezug auf ihre Geschlechtsorgane verkümmern. Gegen Ende April erscheinen die ersten Drohnen, deren es in einem starkgewordenen Volke über 1000 geben kann. Von diesen sind nur einige wenige auserwählt, die jungen Königinnen beim Hochzeitsfluge in der Luft zu begatten, wobei sie sofort sterben. Die befruchtete Königin aber füllt dabei ihre Samentasche für die Zeit ihres Lebens mit Samen, von dem sie willkürlich ein Samenfädchen zu dem den Eileiter passierenden Ei gelangen läßt oder nicht. In ersterem Falle entstehen daraus Weibchen, im letzteren dagegen Männchen. Deshalb kann ein unbefruchtetes Weibchen durch Jungfernzeugung nur Männchen hervorbringen, und man nennt in diesem Falle das betreffende Volk drohnenbrütig. Die nicht beim Hochzeitsflug umgekommenen Drohnen aber werden, sobald eine Trachtpause anbricht, als überflüssige Schmarotzer, die nur bei warmem Sonnenschein und windstillem Wetter den Stock zwischen 10 Uhr morgens und 4 Uhr nachmittags verlassen, um im Freien hin und her zu fliegen, aber keinen Nektar oder andere Nahrung suchen, sich aber am Nahrungsvorrat des Stockes sättigen, durch die Bienen von den Honigvorräten weggedrängt, nicht mehr gefüttert und, wenn sie dem Verhungern nahe sind, zum Stocke hinausgedrängt und ihrem Schicksal überlassen oder umgebracht. Es ist dies die von Mitte August bis Ende September sich alljährlich einmal ereignende „Drohnenschlacht“. Pfarrer Schönfeld hat nun nachgewiesen, daß die Drohnen ohne Futtersaftfütterung, d. h. ohne Zufuhr stickstoffhaltiger Nahrung, nicht länger als drei Tage leben können. Sobald nun die Arbeitsbienen die Darreichung des Futtersaftes einstellen, ermatten die Drohnen schon am zweiten Tage so sehr, daß sie sich leicht überwältigen lassen oder von selbst an Entkräftung zugrunde gehen. Findet in einem Stocke keine Drohnenschlacht statt, so ist der Stock weisellos, d. h. ohne Königin. Sind im Sommer die Drohnen in einem Stocke zu zahlreich, so steckt der Imker eine sogenannte Drohnenfalle ins Flugloch, um die müßigen Honigfresser darin zu fangen. Die Arbeitsbienen, welche nicht so dick sind, schlüpfen durch die Löcher hindurch, während dagegen die Drohnen darin stecken bleiben.
In Beziehung auf die Fortpflanzung der Bienen sagt Plinius: „Wie sie ihre Jungen erzeugen, ist eine wichtige und schwierige Aufgabe für Gelehrte; denn man hat sie nie in der Paarung angetroffen. Viele Leute sind der Meinung, sie entständen aus einer zu diesem Zwecke geeigneten Zusammensetzung von Blütensäften. Andere glauben, es geschehe durch Paarung des Königs mit den andern Bienen. Es befindet sich in jedem Stock nur ein König; er ist weit größer als die andern Bienen und soll das einzige Männchen sein. Ohne ihn soll es keine Brut geben, und die übrigen Bienen sollen ihn wie Weibchen ihren Mann und nicht wie ihren König begleiten. Das Vorkommen der Drohnen ist ein Beweis gegen diese Behauptung; denn wie können von denselben Eltern teils vollkommene, teils unvollkommene Wesen abstammen? Die erstere Meinung würde wahrscheinlich sein, wenn nicht eine andere Schwierigkeit dagegen spräche. Es entstehen nämlich zuweilen am äußersten Ende der Wachstafeln größere Bienen, welche die übrigen vertreiben; man nennt sie oestrus. (Ob hier Drohnen oder in den Stock eingedrungene Raubbienen gemeint sind, ist ungewiß.) Aber wie könnten sie entstehen, wenn die Bienen sich selbst erzeugten?
Gewiß ist, daß die Bienen wie Hühner brüten. Zuerst kriecht bei ihnen ein kleines weißes Würmchen aus, der König aber hat gleich eine Honigfarbe, als wäre er aus einer auserwählten Blume entstanden; auch ist er nicht erst ein Würmchen, sondern gleich geflügelt. Reißt man den Larven der andern Bienen den Kopf ab, so sind sie für ihre Mütter ein wahrer Leckerbissen. Werden die Würmchen größer, so träufeln ihnen die Bienen Speise ein und bebrüten sie, wobei sie ein starkes Gemurmel erheben, wahrscheinlich um die zum Brüten erforderliche Wärme zu bewirken. Endlich zersprengt jeder Wurm die Hülle, in welche er gleich einem Ei in seiner Schale eingewickelt ist, und nun kriecht der ganze Schwarm aus den Zellen hervor. Diese Tatsache ist bei Rom auf dem Landgute eines Konsularen beobachtet worden, wo man aus durchsichtigem Horn verfertigte Bienenstöcke aufgestellt hatte. Die Brut bedarf 45 Tage, bis sie zur Vollkommenheit gelangt ist. (In Wahrheit ist die Zeit viel kürzer und bedarf eine Königin zu ihrer Entwicklung nur 15, eine Arbeiterin 21 und eine Drohne 24 Tage.) Sind die Jungen glücklich ausgekrochen, so arbeiten sie sogleich unter der Aufsicht ihrer Mütter, und eine Schar junger Bienen begleitet den König. Es werden mehrere Könige erzogen, damit es nicht daran fehlen kann. Sind sie aber erwachsen, so werden die schlechtesten mit allgemeiner Zustimmung getötet, damit sich der Schwarm nicht um ihretwillen teilt. Es gibt zweierlei Art Könige, wovon die bessere Art schwarz und bunt ist. Alle Könige haben stets eine sie auszeichnende Gestalt und sind doppelt so groß als die übrigen Bienen; ihre Flügel sind kürzer, ihre Beine gerade, ihr Anstand erhabener und auf der Stirn haben sie einen weißen Fleck, der einem Diadem ähnlich sieht. Auch durch Glanz zeichnen sie sich vor dem gemeinen Volke aus. Sie haben einen Stachel, aber sie bedienen sich desselben nicht. Es ist wunderbar, welchen Gehorsam das Volk seinem Könige erweist. Geht er herum, so zieht ein ganzer Schwarm mit ihm, nimmt ihn in die Mitte, beschützt ihn und verhindert, daß man ihn sehen kann. Während der übrigen Zeit, wenn das Volk arbeitet, geht er im Stocke umher, besichtigt die Arbeiten, scheint zu ermahnen und ist allein müßig. Um ihn herum sind einige Leibgardisten, die seine Würde allerwärts aufrecht erhalten. Er verläßt den Stock nur, wenn ein Schwarm ausziehen will. Dies bemerkt man schon lange vorher, indem einige Tage lang sich inwendig ein geräuschvolles Murmeln hören läßt, ein Zeichen, daß sie Vorbereitungen treffen und nur auf gutes Wetter warten. Schneidet man dem König einen Flügel ab, so zieht der Schwarm nicht aus. Sind sie aber ausgezogen, so drängt sich jede an den König und will sich durch Diensteifer auszeichnen. Ist er müde, so stützen sie ihn mit den Schultern; kann er nicht weiter, so tragen sie ihn ganz. Ist eine Biene vor Ermattung zurückgeblieben oder hat sie sich zufällig verirrt, so zieht sie dem Schwarme nach, indem sie dem Geruche folgt. Wo sich die Hauptmacht niederläßt, da versammelt sich das ganze Heer.“
Im Gegensatz zu den älteren Autoren war man also zu Plinius’ Zeit glücklich dazu gelangt, statt mehrerer nur einen Anführer in jedem normalen Bienenstocke anzunehmen. Über dieses Wissen ist man das ganze Mittelalter hindurch nicht hinausgekommen. Erst im 17. Jahrhundert entdeckte dann der in Amsterdam erst 43 Jahre alt verstorbene holländische Gelehrte Jan Swammerdam (1637–1680) durch Sezieren der Bienen unter dem Vergrößerungsglas, wobei er deren Eierstöcke und Eileiter fand, daß der bis dahin allgemein als Männchen betrachtete, deshalb auch im Deutschen als der Weisel bezeichnete Anführer oder König des Stockes tatsächlich ein Weibchen und der Bienenstaat auf der Mutterschaft begründet sei.
Nach Swammerdam hat der Franzose R. A. de Réaumur die wissenschaftliche Bienenkunde durch zahlreiche Beobachtungen und Versuche in seinem Garten in Charenton gefördert. Noch weit mehr tat dies der 1750 in Genf geborene François Huber, durch Réaumurs Experimente angeregt. Sein Werk „Nouvelles observations sur les abeilles“, von dem der erste Band im Jahre 1789 in Form von Briefen an einen andern Bienenforscher Charles Bonnet erschien — der zweite folgte erst 25 Jahre später — ist klassisch und enthält die Grundlage unseres heutigen Wissens über die Bienen. In der Folge hat der 1811 in Lobkowitz in Schlesien geborene katholische Pfarrer Johann Dzierzon die Bienenkunde am meisten gefördert, indem er zuerst die jungfräuliche Zeugung, welche zur Entstehung von Drohnen führt, bei den Bienen feststellte. Es geschah dies auf seiner Pfarrei Karlsmarkt bei Brieg in Schlesien, wo er auch 1861 den ersten Kastenstock mit beweglichen Waben erfand, wodurch der Imker erst befähigt wurde, seinen Anteil an der Honigernte zu gewinnen, ohne nutzlos seine besten Völker zu vernichten und die Arbeit eines ganzen Jahres in einem Augenblicke zu zerstören. Dieser zunächst noch sehr unvollkommene Kastenstock wurde dann vom Amerikaner Langstroth bedeutend vervollkommnet, indem er den eigentlichen beweglichen Rahmen erfand, der zunächst in den Vereinigten Staaten weite Verbreitung fand und außerordentliche Erfolge erzielte. Dann erfand Mehring, um den Bienen Arbeit und Wachs, also auch viel Honig und Zeit zu ersparen, die Herstellung von Kunstwaben, die sie alsbald benutzten und ihren Bedürfnissen anpaßten. Und Major von Hruschka endlich konstruierte die Honigschleuder, wodurch die Waben ihres Inhalts entleert werden konnten, ohne zerstört werden zu müssen. Damit eröffnete sich eine neue Periode der Bienenzucht, die erst die Biene zum eigentlichen Haustier des Menschen erhob.