Tafel 69.
Das etwa aus dem Jahre 300 n. Chr. stammende schöne Mosaik in Bad Kreuznach (Hüffelsheimerstraße 26), das uns Gladiatoren- und Tier-, besonders Bärenkämpfe in der Arena zeigt.
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GRÖSSERES BILD
Tafel 70.
Eine Ochsen- und Bärenhatz, wie sie von der Zunft der Metzger bis ins 18. Jahrhundert hinein im Fechthause zu Nürnberg abgehalten wurde.
(Nach einem zeitgenössischen Stich.)
Englisches Derbyrennen in Epsom zu Anfang des 19. Jahrhunderts.
(Nach einer zeitgenössischen Lithographie.)
Wie Gladiatoren- und Tierkämpfe, ebenso der unfeine Mimus und Pantomimus Ausflüsse des ungebildeten Römertums waren, so bildeten die Griechen die nationalen Ringkämpfe und Wettrennen, wie auch das feinere Theater aus. Hier soll nur von den Pferderennen die Rede sein. Schon bei Homer finden wir in der Ilias bei Gelegenheit der Leichenfeier von Achilleus’ Freund Patroklos ein Wagenrennen für Zweispänner veranstaltet, wobei Achilleus Starter und Richter und Phoinix Kontrolleur am Wendeposten war. Fünf namhafte Griechen fuhren bei diesem ausgesprochenen Herrenfahren, bei dem schon eifrig gewettet wurde. Als erster Preis figurierte ein Weib „kundig untadeliger Arbeiten“ und ein gehenkelter, 22 Maß fassender Dreifuß, als zweiter Preis eine 6jährige, mit einem Maultier trächtige Stute, als dritter ein neuer viermaßiger Silberkessel, als vierter zwei Talente Gold und als fünfter eine neue Doppelschale.