Tafel 19.

Von dem Assyrerkönig Tiglatpilesar III. auf einem syrischen Feldzug erbeutete Herden (8. Jahrhundert v. Chr.)
Oben links: Gefesselte Gefangene. Oben rechts: Eroberte Schafe und Ziegen. Unten: Anblick einer befestigten Stadt mit Dattelpalme und Sturmbock, im Hintergrund ein assyrischer Schreiber, der die erbeuteten Schafe und Ziegen aufschreibt. Im Vordergrund Ochsenkarren mit gefangenen Frauen und Kindern.


GRÖSSERES BILD

Tafel 20.

(Copyright by M. Koch, Berlin.)

(Copyright by M. Koch, Berlin.)

Die Bezoarziege bewohnt mit Vorliebe wüste, felsige Berge, wo sich ihre verschieden großen Herden gern an die Klippen und Schluchten halten. Sie ist sehr lebendig, klettert und springt mit bewundernswerter Sicherheit von einem Felsenkamm zum andern und scheint steile Felsenabhänge kaum zu beachten. Rasch und sicher läuft sie auf schwierigen Graten dahin und faßt sichern Stand auf dem kleinsten Felsvorsprunge, der sich ihr darbietet. Während der Paarungszeit, im November, kämpfen die Böcke hartnäckig und gewaltig um die Weibchen, die dann nach der Belegung im April oder Mai die Jungen zur Welt bringen, und zwar die jüngeren Ziegen eins oder zwei, die älteren stets zwei, nicht allzuselten auch drei. Diese folgen der Mutter sofort nach der Geburt, vom dritten Tage ihres Lebens an selbst auf den schwierigsten Pfaden, wachsen rasch heran und sind jederzeit zu Scherz und Spiel bereit.