Der Holzweber blieb stehen und gab recht freundlich zurück:
»I weiß woll, Peter. Guet Morge!«
So lange man's denkt, waren die Hohenreiner bayrische Forstleute. Eine gute Jagdrasse, von einem Geschlecht zum andern rein gezüchtet.
Kam einer zu Jahren, dann heiratete er ein frisches Bauernmädel und kriegte gesunde Buben.
Die wuchsen in den einsamen Forsthäusern heran wie junge Schweißhunde. Alle Sinne geschärft für das Weidwerk, dem sie vom ersten Tage an zugehörten; vom Vater in guter Lehre gehalten, scharf und eifrig im Beruf, sonst umgängliche Menschen, die gern einmal lustig waren.
In Griesen saß ein Max Hohenreiner; der hatte wieder zwei Buben.
Der älteste, auch Max mit Namen, war in Garmisch als Forstgehilfe stationiert, der zweite, der Anderl, saß daheim und wartete auf die Anstellung.
Der Vater konnte ihn wohl verwenden, denn das Revier war groß, und Lumpen gab es genug.
Der Anderl war wie alle Hohenreiner. Ein langbeiniger Kerl, scharfäugig und flink. Rotbraune Haare, die keinen Strich annahmen, die Nase leicht gebogen und mit Sommersprossen bedeckt, wie auch das bartfreie Gesicht.