So machten sie sich auf den Weg über den Scharberg gegen den Miesing zu.
Holzweber führte, denn er kannte alle Steige von Jugend auf und fand sich im Dunkeln zurecht.
Er ging schnurgerade auf die Stelle zu, wo er in einem hohlen Baume sein Gewehr versteckt hatte, und mit derselben Sicherheit fand er die Schießwaffen seiner Gefährten.
Er hatte die Schuhe ausgezogen und schlich wie eine Wildkatze durch den Bergwald; kaum einmal knackte ein dürrer Ast unter seinen Füßen.
Als sie nach ermüdender Wanderung ankamen, wiederholte er flüsternd seinen Plan und stellte jeden an seinen Platz.
»Schieß nit zu früh, Kaschper,« sagte er, »und tu g'nau, was i Dir sag. Wann Du nit folgst, kannst uns no alle ins Unglück bringen.«
Als die drei auf ihren Posten standen, pürschte er zurück.
Es war spät geworden.
Ueber dem Zimmerskopfe lag schon ein heller Schein und bald schob sich in majestätischer Ruhe die Scheibe des Mondes über die Felsen herauf.
Silbernes Licht fiel auf die Almwiese und schob die Dunkelheit zurück, immer weiter, bis sie an den hochragenden Fichten hängen blieb.