Da wäre man nun glücklich in Florenz!

Die Töchter sind selig darüber, daß alles so wahnsinnig italienisch aussieht, der Himmel, die Stadt und die Leute.

An einer Straßenecke steht ein allerdings nicht malerisch aussehender Mann, der auf der Mandoline spielt und etwas von stella, bella und amore singt. Mit wahnsinnig echtem Tonfall.

Papa bemerkt überall die Beweise des südlichen Schlendrians und belehrt seine Familie über die Segnungen deutscher Ordnung und deutschen Fleißes.

Das sollte sich mal bei uns einer erlauben!

Wie hier das Fleisch in offenen Läden hängt, dem Straßenstaube ausgesetzt, wie hier die Kerls herumstehen und nach rechts und links ausspucken, wie hier die halbgewachsenen Bengels ... Was ist? Die Signoria? So ... hm ... wie hier die halbgewachsenen Bengels einem nachlaufen und betteln. Auf die Weise erzieht man doch ...

Mama erzwingt sich mit einem jener Blicke Stillschweigen und Berücksichtigung des erhabenen Moments, in welchem man zum erstenmal an dieser bedeutenden Stelle Bädekers sich befindet.

Loggia dei Lanzi ... m—hm ... Perseus von Benvenuto Cellini ... m—hm ... eine Kopie des David von Michelangelo vor der Signoria ... m—hm ... auf diesem Platze ist Girolamo Savonarola verbrannt worden ... Wo? wo? Eine lebhafte Bewegung ist in die Familie gekommen, selbst Papa zeigt Interesse.

Ein Kartenhändler, der sie beobachtet hat, eilt hinzu.