„Kerl, wenn wir sie finden, bist Du auch hin!“

Die Haufen verteilen sich und suchen das ganze Haus ab, treten Türen ein, reißen Schränke auf, werfen die Akten herum, zerschlagen die Fenster, johlen und brüllen.

Jetzt hätte die Bürgergarde einschreiten müssen.

Der Messerschmied Simon, der als Leutnant dabei war, hat sich ein Herz gefaßt und ist aus seinem Hause heraus und zum Buchdrucker Schmitt in die Kirchgasse gelaufen.

Denn der Schmitt war Kommandeur, und alles mußte auf seinen Befehl geschehen.

„Revolution! Revolution!“ schreit der Simon und reißt an der Glocke. Die Türe wird vorsichtig aufgemacht, und der Schmitt, Gott hab ihn selig, steht im Schlafrock da und zittert wie im Frostfieber. Aber der Simon war ein martialischer Mensch, wie jeder weiß, der ihn kennt.

Er macht die militärische Ehrenbezeigung und sagt: „Ich melde gehorsamst, Herr Major, in der Stadt herrscht Aufruhr! Die Bauern stürmen das Rathaus!“

„Wir sind alle sündige Menschen,“ sagt der Schmitt, „um Gottes willen, Simmerl, glaubst Du, daß sie jeden umbringen, oder bloß die Magistratsrät?“