An der glänzenden Tafel saßen die ritterlichen Gestalten der Offiziere.
Neben der Dame des Hauses hatte der Oberst Platz gefunden.
Die Liebenswürdigkeit, welche seine Züge erhellte, vermochte ihnen doch nichts von der gewaltigen Energie zu nehmen, welche darin ausgedrückt lag.
Man fühlte es unwillkürlich: Dieser Mann mußte furchtbar sein, wenn er an der Spitze der todesmutigen Scharen in die feindlichen Karrees einhieb oder beim Schmettern der Trompeten mitten in die feindliche Batterie sprengte, Tod und Verderben sprühend und alles vor sich niederwerfend, die erbeutete Fahne in der Linken, und mit der Rechten noch sterbend das Hoch auf den König ausbringend.
Ob wohl seine Gedanken jetzt auf den Schlachtfeldern weilten? Auf der Bahn zum Ruhme im Schlachtengrollen und Pulverdampf?
Wer weiß es?!...
Die Gedanken der jungen Leutnants waren sicherlich freundlicheren Dingen zugekehrt. Wie sie so träumend vor sich hinblickten, wie ihre Augen aufleuchteten in seliger Erinnerung, da konnte man es wohl deutlich sehen, daß sie eingedenk waren süßer Stunden und an ein Paar frischer, roter Lippen dachten. — — —
Der Fisch war abserviert und die Diener eilten mit den mächtigen Bratenschüsseln herbei.