Das Fest
Seppl, tua no a Hand voll in Pöller nei und setz ’s Kapsel auf! Hast as? So, und jetzt paß auf’n Peterl auf, wann er sein Huat in d’ Höh schmeißt, na geht’s los.“
„Hamm ma’s? Firti!“
Pum! Pum! Pum!
Im nämlichen Augenblick, wo droben auf der Kraglfinger Höh der Gemeindediener und Kanonier seine Pflicht tut, kommandiert herunten im Dorf der Herr Kapellmeister: „Ganzes Batallion, vorwärts maarsch!“ und tschindadaradada, tschindadaradada geht der Tarebell an.
Das ist aber nicht wie in der Stadt, wo aus jedem Fenster ein verschlafenes Gesicht herausschaut und wieder verschwindet, wenn die Musik vorbeimarschiert ist. Da stehen schon die meisten Leut unter der Haustür und warten bloß auf das Mitgehen; wenn wirklich einer noch im Bett liegt, dann geht es heraus wie beim Feuerlärm. Waschen gibt’s heut nicht in dem Fall und die nächsten fünfzig Schritt hat er die andern schon eingeholt.
Also lustig durchs Dorf, beim Lamplwirt vorbei, wo gerade eine Sau ihren letzten Schrei tut, und hinauf zum Oberwirt, dann wieder hinzruck, und so weiter, bis der C-Trompeter erklärt, jetzt sei ihm die Herumlauferei zu dumm und er tät nimmer mit.
So bricht der große Festtag in Kraglfing an!