Allgemach wird es sieben Uhr.
Beim Gemeindehaus hat sich bereits das Komitee versammelt und wartet auf die einheimischen und auswärtigen Vereine.
Der Hofbauer ist in hellichter Verzweiflung, weil er überall notwendig wär und sich doch nicht in drei Teil auseinanderreißen kann.
„Wenn i nur wisset, wia i dös macha soll, Lippel,“ sagt er. „Beim Lamplwirt warten dö Veterana auf mi und beim Unterwirt d’ Feuerwehr. D’ Veterana muaß i kummandieren, sunst kemman’s daher wia a Herd Schaf; bei der Feuerwehr bin i schier gar no notwendiger, denn was taten dö ohne Spritzenkommandant? Und wenn i nöt da bin, wer begrüaßt nachher dö Verein? Du ko’st bloß dö Red, dö wo Du auswendig gelernt hast, und dö liegt Dir im Mogen wia a dreipfündiger Knödel, dös ko guat wer’n.“
Aber der Herr Medizinalrat schenkt ihm kein Obacht; er schaut mit ein paar gläserne Augen bloß alleweil auf die Kirchenuhr und mit jedem Ruckerl, den der Zeiger macht, wird’s ihm schlechter.
„Jetzt is scho simmi,“ sagt er für sich hin, „um halb achti kemma dö Auswärtigen, in oana Stund muß ich mei Red halt’n. Auweh, auweh, i wollt, i lieget dahoam im Bett.“
„Hörst net,“ fangt sein böses Gewissen, der Hofbauer, wieder an, „moanst vielleicht, wenn’st a G’sicht machst, wia a verbrennte Wanzen, nachher traun si dö Verein net her? Was hast g’sagt?...“
„I wollt,... i wollt, mir hätt’n koa Fahn,“ sagt der Lippel.
„So? Wer hat denn nachher die ärgsten Sprüch runterg’haut vom Ehrenbanner und Fahnajunker und Pratzen hinwischen? Woaßt wos, i geh jetzt zu meine Veterana, vo mir aus ko’st ins empfange, wia’s D’ magst. Pfüat Di!“