Der Rupfenberger besonders, der in der vordersten Reihe stand, riß Mund und Augen so weit auf, daß Schneckel sich eben teilnehmend an ihn wenden wollte, als der Herr Vorsitzende, der Amtsanwalt und der Gerichtsschreiber eintraten und ihn so am Fragen verhinderten.
Der Vorsitzende wandte sich kurz an unsere zwei Freunde und fragte:
„Sie sind heute zum ersten Male da?“
„Ja,“ sagte Feichtl, „dös hoaßt na! Oamal bin i wegen Körperverletzung...“
„Ach was! Körperverletzung? Ob Sie schon einmal Schöffe waren?“
„G’wiß net!“ sagte Feichtl.
Und Glas schüttelte nur den Kopf und sah mit seinen wasserblauen Augen darein, als wenn er aus den Wolken gefallen wäre.
„Dann muß ich Sie vereidigen,“ fuhr der Herr Oberamtsrichter rasch fort, „erheben Sie sich von Ihren Sitzen.“
Die Vereidigung erfolgte, und wenn auch Feichtl den Drang verspürte, den Vorsitzenden zu unterbrechen, so kam er doch nicht dazu, weil es zu schnell ging, und weil er überhaupt nicht mehr aus noch ein wußte.