Die zwei Hüter setzten sich auf Geheiß wieder und warteten in Gottes Namen ab, was noch geschehen werde.

„Wir nehmen als erste Sache die Anklage gegen die zwei Schäfer wegen groben Unfugs und anderem,“ erklärte jetzt der Vorsitzende. „Schneckel, rufen Sie die Angeklagten und die Zeugen vor.“

„De zwoa Schäfa vortreten!“ kommandierte Schneckel.

Im Zuschauerraum machte sich eine starke Bewegung bemerklich, aber niemand trat vor oder meldete sich.

„Das ist doch stark,“ rief der Vorsitzende, „um Viertel über neun Uhr sind die Angeklagten noch nicht da. Wahrscheinlich saufen die Kerls in den Wirtshäusern herum.“

Er wollte noch weiter reden, als ihn der Gerichtsschreiber aufmerksam machte, daß hinter ihm die beiden Schöffen sich erhoben und ihm offenbar etwas zu sagen hätten.

„Was wollen Sie denn?“ herrschte der Vorsitzende die zwei an, „wissen Sie etwas von den Angeklagten?“

„Erlaubens, verzeihens, Herr Ambsrichta, der Angeklagte war i,“ stotterte Feichtl.

„Was? Wie heißen Sie denn?“