Aber er schwieg doch und tröstete sich mit dem Gedanken, daß er den „Geselchten“ schon wieder die nötige Ehrfurcht einblasen werde, falls sich einer von den Himmelherrgott... vergessen würde; das wollte er schon fertig bringen, er, der alte Feldwebel vom 12. Regiment. —
Zudem, die Uebeltäter, die Hauptspitzbuben, welche ihm die Suppe eingebrockt hatten, sollten ja vielleicht auf einige Tage in seine väterliche Obhut kommen, da wollte er ihnen schon die Ohrwaschel aufknöpfen, daß sie ihn trotz des Schmalzlerschnupfens verstehen sollten.
Aber der Himmel meinte es besser mit Feichtl und Genossen. Jeder erhielt nur einen Tag Haft, und der Herr Oberamtsrichter sagte, er würde sich verwenden, daß sie den Tag erst im Winter abzusitzen brauchten. Derweil war zu hoffen, daß die Wut Schneckels sich legte.
Als Feichtl und Glas das Amtsgericht verließen, sagte der letztere:
„Du, Feichtl, schö war’s do g’wen, wann der Herr Amtsrichter z’erscht an Rupfenberger dro g’numma hätt. Den hätt’ i schö einitaucht, den Großkopfeten.“
Der Bader
Aus: Agricola. Verlag Albert Langen, München