Mit einem Mal geht die Türe auf, und der Herr Bader Lippl kommt herein, im Geschwindschritt, wie alleweil, daß die Rockschöße geflogen sind.
„Servus! schön gut’n Abend! Is erlaubt? Hochwürden, i hab die Ehr’!“
Mit den Worten setzt er sich zu uns, und noch vor ihm der Wirt das Bier gebracht hat, haben wir schon gewußt, wo er gewesen ist.
„In Huglfing drent. An sehr an komplizierten Fall g’habt, meine Herren! A Gaul hat den Schacherl so am Kopf hin g’haut mit’n Huaf, daß er an Riß kriegt hat.“
„Wer? Der Huaf?“ fragt der Förster.
„Na, der Schacherl.“
„Vom hintern Stirnbeinknochen sechs Zentimeter nach vorne verlaufend über dem Auge mit einer Verletzung von der Frontalis.“
„Is aber doch hoffentlich net g’fährlich?“ fragt jetzt der Pfarrer.
„Gefährli? Wer kann das mit einer absolut sicheren Bestimmtheit konstatier’n? Hochwürden: Sie wissen selber. Die menschliche Natur geht oft ihre eigenen Wege.“