Raschid. Nein, ich mag auch nicht getröstet sein. — Lebe wohl! — dieser Schmerz ist mir lieb, denn ich leide ihn für sie, — ich will in der Einsamkeit meine Thränen weinen, ich finde keinen Menschen, der mich versteht.
Er ging und Abdallah sah ihm traurig nach, dann versank er wieder allmählig in sein voriges Nachdenken. Omar kam. — Du bist so tiefsinnig, Abdallah?
Abdallah fuhr auf und sahe ihn bedeutend an.
Worüber dachtest du? fragte Omar.
Abdallah. Über deine gestrigen Lehren.
Omar. Sie haben dich traurig gemacht.
Abdallah. Ich irre in einer ausgestorbenen Wüste, alles ist hin, was einst mein war, ich selbst habe mich verloren. Du hast mich Verachtung meiner selbst und der Welt gelehrt; wohin mit meiner Liebe, mit der ich sonst so warm die Natur umfaßte? —
Omar. Und muß denn Abdallah hassen, um lieben zu können? — Ich habe dir deinen Haß genommen und um so größer sollte deine Liebe sein; du sollst alles lieben, auch den, den die schmähende Welt mit Füßen tritt.
Abdallah. Alles? — Ach Omar, kann es der Mensch?
Omar. Er soll es wollen.