Adalbert. Heut?
Friedrich. Am ersten Tage deines Lebens?
Adalbert. Ich bin unzufrieden, — eine peinigende Reue verscheucht allen Frohsinn.
Friedrich. Reue? worüber?
Adalbert. Ein einziges Wort bereu' ich, ich bin unzufrieden mit dem heutigen Morgen.
Friedrich. Wie? — Wäre es nicht dein heißester Wunsch gewesen, in den Orden der Ritterschaft zu treten?
Adalbert. Nicht mein heißester, — meine Zunge sprach es wider meinen Willen, — ich hätte Euch — um Emma bitten sollen! —
Die letzten Worte sprach er sehr schnell; laut und schmerzlich fühlte er itzt sein Herz schlagen, das Wamms ward ihm zu enge; er wollte nach einem Becher greifen um seine glühende Röthe zu verbergen, aber der Becher fiel aus seiner zitternden Hand.
Eine lange tiefe Stille. Adalbert hörte seinen heißen Athem wehen und zwängte ihn in seine Brust zurück, er wünschte sich itzt in das Geräusch einer Schlacht, mitten unter die Stürme einer Gewitternacht.
»Adalbert!« sagte Friedrich, und Adalbert schrak zusammen, als hätte ihn der Blitz getroffen.