Friedrich. Euch? — Ist das Euer Ernst?

Löwenau. Könntet Ihr mir jetzt wirklich Scherz zutrauen?

Friedrich. Sie ist Euer, wenn sie Euch liebt.

Löwenau. Dafür kann ich Bürge sein. —

Friedrich. Nun so darf ich doch endlich hoffen, ein glücklicher Vater zu werden; ich zweifelte schon daran, denn man muß sich gewöhnen, an allem in dieser Welt zu zweifeln, was dem Glücke ähnlich sieht.

Löwenau. Ihr seid heute besonders traurig gestimmt. —

Friedrich. Ich will es nicht länger bleiben, mein Eidam muß nicht glauben, daß er an mir einen mürrischen Vater erhält.

Die Ritter sprachen noch lange zusammen; Friedrich ward sehr heiter, Löwenau ging endlich spät in sein Schlafgemach.

Sie ist mein! rief er aus. — Unwidersprechlich mein. — Itzt sei es fest beschlossen. — Sie ist mein, Adalbert! und sollt' ich darüber mein Leben, welches ich dir danke, gegen dich auf's Spiel setzen müssen. Die Freundschaft sterbe für die Liebe. Sie liebt ihn nicht; sie wäre unglücklich, und — bei allen Heiligen! — sie verdient es nicht zu sein. Auch er wird sie vergessen, — oder mein Leben — ein nichtiges Geschenk ohne sie, zurückfordern. Mag er! ich werde es vertheidigen, denn jetzt ist es Emma's Eigenthum. Der große Vertrag mit seinem Gewissen war bald von der Leidenschaft abgeschlossen; ihre Sprache hielt er für die Stimme der unpartheiischen Wahrheit, und schlief zu glücklichen Träumen ein.