Selim legte die Hand auf das Haupt seines Sohnes.

Abdallah. Nein, Vater, ich will dich nicht täuschen, segne mich, wenn ich dir meine Bitte gesagt habe.

Selim. Sprich, mein Sohn, warum gehst du diesen Umweg zum Herzen deines Vaters?

Abdallah. O mein Vater! — Wenn du mich liebst, wenn dein Sohn nicht von dir gehaßt wird, — o so nimm jenen Fluch zurück, mit dem du mir einst drohtest. — Abubekers Tochter kann nicht meine Gattin werden. —

Er bedeckte mit den Händen das Gesicht und warf sich nieder, Selim sahe starr auf ihn hin. —

Sie kann nicht? — fragte er kalt, — und was hat der Sohn an dem Willen seines Vaters zu tadeln?

Abdallah. O nicht diesen Ton, der mich verurtheilt, sprich gütiger mein Vater, oder ich muß verzweifeln! —

Selim. Du verlangst Güte, wo du mir nur Trotz giebst? Auch gegen den ungehorsamen Sohn soll ich zärtlich sein?

Abdallah. Nein, ungehorsam schelte mich nicht, — kein andres Mädchen soll meine Gattin werden, aber auch Roxane nicht. — Nur widerrufe jenen Fluch, Vater, wenn du nicht meine Verzweiflung sehen willst! —

Selim. Ich widerrufe nicht.