Er stand von neuem in einer dumpfen Betäubung.
Siebentes Kapitel.
Omar trat in den Saal. Abdallah fuhr auf als er ihn sahe und stürzte sich wild in seine Arme. Rettung! Rettung! schrie er heftig. — Omar, reiß mich durch deine Gewalt aus diesem Strudel, der mich zerschmettert; o wo bist du gewesen? Warum hast du mich so unbeschützt allen diesen fürchterlichen Quaalen überlassen? — Bin ich deiner Hülfe nicht mehr werth? Liebt kein Wesen mehr den Abdallah, seit er der Menschheit untreu geworden ist? — Omar! rette mich vor mir selbst! sieh, ich bin fast wahnsinnig, o könnt' ich es ganz werden, ich wäre glücklich!
Ich erschrecke vor dir, sagte Omar, ich glaubte dich nicht so zu finden.
Abdallah. Nicht so? — O und wie anders? Wie kann ich anders sein? — Wundre dich, daß du mich noch lebendig antriffst, kein Sterblicher hat noch mit so vielen Martern gerungen. — Ich sollte ruhig sein, itzt, da mein Vater unter gräßlichen Schmerzen knirscht? —
Omar. Er leidet nicht mehr. —
Abdallah. Itzt?
Omar. Er ist todt!
Abdallah. Todt? — Todt? — Er war und ist nicht mehr. Todt? O wie viel liegt in dem armseligen kleinen Worte. Nun hat er mein Verbrechen abgebüßt. —