[27] Dilich, Hessische Chronik 1606 Thl. I S. 33

[28] Das Gedicht vom Kriege auf Wartburg erhebt diese fürstliche Tugend zum vorzüglichen Gegenstand des Wettgesangs. Der Tanhuser, um die Mitte des 13. Jahrh., mustert in einem besondern Gedichte (Man. II 64) die Fürsten seiner und der nächst vorhergegangenen Zeit nach eben dieser Beziehung.

[29] Damit droht der Mysner (DXCVI). Mit dem Verfalle der Kunst nimmt die Gemeinheit zu. Sie werden trotziger und niederträchtiger zugleich. Dem Kargen, der sich selbst bedürftig stellt, wünscht der Unverzagte (III), daß seine Hand eines fremden Mannes Kleid auf seines Weibes Bette finden möge. Der Urenheimer (CCVI) sagt gerade heraus: »also man den Meister lohnet, also wischet er das Schwerdt.« Rumelant von Schwaben (CCCLXXXI) verhehlt nicht, daß er mit seinen Lobliedern gelogen habe. Doch hat ihm ein weiser Prediger gesagt, daß hübsche Lüge nicht große Sünde sey. Der Unverzagte (XIX) äussert noch: »Man soll gnädige Heilige fern in fremden Landen suchen, so such' ich werthe Leute, die ihr Gut mit Ehren zehren. Welcher Herr mir Gnade thut, der soll mein Lob hinnehmen. Sie sind heilig, die mir geben um Gottes und der Ehre willen. Die lebenden Heiligen müssen selig seyn!«

[30] So sagt auch der von Buwenburg (II 181a):

Wer getragener Kleider gehrt,
Der ist nicht Minnesanges werth.

[31] Die Pf. Hds. 357 Bl. 20 hat das Lied, welches mit diesem Satze schließt, unter denen des Truchs. von St. Gallen. »Getreuer Freund, versuchtes Schwerdt, die zweene sind in Nöthen gut!« sagt auch Bruder Werner (LVIII). Die Rede ist sprichwörtlich, wie jenes Lied selbst andeutet. Walther läßt zuweilen ein Sprichwort (ein alt gesprochen Wort, wie Ulrich v. Winterstetten sich ausdrückt, Benecke's Ergänz. S. 220. Vgl. Fragm. de bell. Carol. M. contr. Sarac. v. 1011.) einfließen, als: »In der Mühle harpfen.« (I 122) (Vgl. Freigedank, V. 1559 f.) »Guter Mann ist guter Seiden werth.« (I 115a) »Sind je doch Gedanken frei.« (I 121b) Vgl. Dietmar von Ast: »Gedanken, die sind ledig frei.« (I 40a)

[32] So bezeichnet Reinmar d. Alte (Man. I 80b) die geistliche und die weltliche Macht.

[33] Auf ihn und seine Sparsamkeit zielt vielleicht auch das weitere Spottgedicht Walthers: »Der König, mein Herre &c.« (I 130a).

[34] »-- pro eo, quod superbus et stultus, sed fortis videbatur viribus, et statura procerus.« Chron. Ursp. Der Verfasser dieser Chronik ist ein eifriger Anhänger der hohenstaufischen Partei.

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