»Soll ich so bei reicher Kunst verarmen und
verderben!« Der Mysnere. (DXCIV)

[36] Ein Truchseß Ulrich von Singenberg erscheint in Sankt Gallischen Urkunden von 1219 und 1228 v. Arx I 458, 459. Ulrich hieß auch, nach Tschudy, der Letzte des Geschlechts, der um 1267 starb. »Obitus Rudolfi Dapiferi militis de Eggon inter Blidegge et Singinberc« kömmt in dem 1272 geschriebenen Necrolog. Tuifburg. (Goldast, Script. Rer. Alam. T. I p. 100) vor. -- In dem scherzhaften Gespräche zwischen Vater und Sohn, welches sich unter den Liedern des Truchsessen von St. Gallen (Pf. Hds. Nr. 357 Bl. 18b) findet, wird der Sohn: Rüdelin! angeredet.

[37] In der Maness. Samml. I 154a ist die Reimstellung des Lieds auf die Form des Gedichts von Walther zurückgeführt, welchem jenes nachgebildet ist.

[38] Ein gläsen Fingerlein bezeichnet auch im Tristan (v. Grootes Ausg. V. 16883) eine Sache von sehr geringem Werth.

[39] »Die Weiber hassen graues Haar« -- führt schon Heinrich von Veldecke (Man. I 20a) als ein altes Sprichwort an.

[40] Anderswo singt Walther:

Müßte ich noch erleben, daß ich die Rosen
Mit der Minniglichen sollte lesen,
So wollt' ich mich so mit ihr erkosen,
Daß wir immer Freunde müßten wesen.
(I 137b)

Hör' an, Walther, wie es mir staht,
Mein traut Geselle von der Vogelweide!
Hülfe suche ich und Rath,
Die Wohlgethane thut mir viel zu Leide.
Könnten wir ersingen beide,
Daß ich mit ihr müßte brechen Blumen an der lichten
Heide! (I 140a)

Ich brach der Rosen nicht und hatt' ihr doch Gewalt.

[41] Frölich, Specimen Archontologiæ Carinthiæ, Vienn. etc. 1758 p. 4.