[50] Dieser Markgraf Heinrich, aus dem Hause Andechs, ein Bruder des Patriarchen Berthold, war des Antheils an der Ermordung König Philipps verdächtig und wurde deshalb 1209 seiner Würden, Lehen und Einkünfte verlustig erklärt. Das Haus Andechs behauptete aber seine Ansprüche auf die Markgrafschaft. Heinrich starb um 1228.

[51] Chron. Ursp. ad ann. 1229, Chron. Cl. Neoburg. ad ann. 1230.

[52] Chron. Cl. Neoburg. ad ann. 1230.

[53] Im 6. Cap. des Titurel wird der Aventeure d. h. der romantischen Ueberlieferung, welche von dem seligen Leben der Hüter des heiligen Grales Kunde giebt, entgegengehalten, daß sie mit hohen Meistern in Widerspruch gerathe:

Ich mein', daß mein Herr Walther konnte sprechen:
Hulde Gottes und Gut und weltlich' Ehre
Mitsammt wär' Niemand habende.

[54] Nach v. d. Hagen's Anführung aus der Kasseler Handschrift (Mus. I 2 S. 563):

Nun seyd ihr doch einander gram,
Frau Minne und auch die Kindheit,
Als uns Meister Walther seit
Von der Vogelweide,
Der sang, daß ihr beide
Wäret gar einander gram.

Minne und Kindheit sind einander gram.
(I 112a)

[55] So spricht von ihm Konrad von Würzburg in seiner goldenen Schmiede, V. 97 ff. (Grimm, Altd. Wäld. Bd. II S. 219)

[56] Docen (Mus. I 1 S. 167) vermuthet unter dieser Bezeichnung nicht unwahrscheinlich Reinmarn den Alten; v. Groote (Anm. zu V. 4778) glaubt, daß Hartmann von Aue darunter verstanden sey, was mir, schon nach dem Zusammenhang der Stelle, bedenklicher scheint.